– Kurz vor Ablauf des Referendums in Hamburg und Kiel zur Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 haben sich der Bund und die Hansestadt Hamburg immer noch nicht über eine Aufteilung der Kosten verständigt. Das Bundesinnenministerium fordert nach Angaben des WDR von Hamburg weitere Informationen zur Finanzplanung. Die dafür notwendigen Unterlagen aus der Hansestadt gingen „sukzessive ein; einige wichtige Informationen stehen noch aus“, hat das Ministerium nach WDR-Angaben der Sendung „sport inside“ auf Anfrage mitgeteilt.
Hamburg geht in seiner Finanzplanung für mögliche Olympische Spiele 2024 von Gesamtkosten von 11,2 Milliarden Euro aus. Davon will die Hansestadt maximal 1,2 Milliarden selbst tragen. Vom Bund werden 6,2 Milliarden Euro gefordert. Das für Sport zuständige Bundesinnenministerium will nach Angaben des WDR wissen, welche Kostenbestandteile der allgemeinen Stadtentwicklung und welche ausschließlich olympiabedingt notwendigen Projekten zuzuordnen sind. Unabhängig davon wolle es keine unbegrenzten Finanz- und Haftungsgarantien für die Spiele 2024 abgeben. Doch die Zeit zur Einigung drängt, denn bis Mitte Februar muss Hamburg die Garantien des Bundes beim IOC hinterlegen.
dpa

