Berlin

Schweden erteilen den Eisbären eine Lehrstunde

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Die Eisbären Berlin haben in der Champions League das Achtelfinal-Hinspiel gegen das schwedische Topteam Skellefteå AIK klar verloren.

Berlin.  Wenn schwedische Klubs zu ihrer gewohnten Form auflaufen, das ist bekannt, dann sieht das etwas anders aus als normalerweise in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Insofern hob sich die Partie des EHC Eisbären gegen den schwedischen Vizemeister Skelleftea AIK im Achtelfinale der Champions Hockey League (CHL) wohltuend ab vom heimischen Alltag. Extreme Geschwindigkeit und unerbittlicher Einsatz prägten das Hinspiel, welches die Berliner mit 2:5 (0:2, 1:1, 1:2) verloren.

Etwas unglücklich für Trainer Uwe Krupp war, dass mit André Rankel kurzfristig der Kapitän des EHC ausfiel. Da Zugang Mark Olver noch nicht spielberechtigt ist in der CHL, musste Krupp in den Angriffssreihen der Eisbären wieder viel rotieren während der Partie, um vier Reihen aufbieten zu können. Das bedeutete einen zusätzlichen Verlust an Kraft, von der die Berliner gegen die Schweden vor 4554 Zuschauern im Wellblechpalast doch etwas mehr gebraucht hätten, um zum Erfolg zu kommen.

Permanenter Druck zwingt die Gastgeber zu vielen Fehlern

Zu aufreibend nämlich war die Spielweise des Kontrahenten, der in Schweden in den vergangenen fünf Jahren jeweils im Finale stand und zwei Meisterschaften feierte. Tim Heed (4.) und Erik Forssell (12.) sorgten schnell für klare Verhältnisse. Mit seiner enormen Laufintensität und Präzision bestimmte Skelleftea die Partie. „So ein Niveau haben wir nicht jeden Tag in der Liga“, sagte Krupp, „wir haben uns gut verkauft, auch wenn das Ergebnis nicht so aussieht.“ Zwar bemühten sich die Eisbären, dem Tempo des Gegners zu folgen, doch das glückte nur phasenweise. Nachdem Heed (28.) in Überzahl erneut getroffen hatte, durfte Bruno Gervais beim 1:3 jubeln (31.). Eine doppelte Überzahl für 1:42 Minuten brachte sogar noch einmal Spannung ins Spiel, doch die Eisbären konnten sie nicht nutzen.

Stattdessen zermürbte die Berliner das pausenlose Anrennen der Schweden, sie ließen ihnen keine Ruhe, keine Zeit, waren immer nah am Mann. Das provoziert Fehler, die die Berliner auch begingen. Andrew Calof (41.) und Jimmie Ericsson (46.) nutzten das und ließen die Aussichten der Eisbären auf einen Einzug in das Viertelfinale ins Theoretische schrumpfen. Trotz des 2:5 durch Laurin Braun (56.) kurz vor Schluss. In einer Woche stehen sich beide Mannschaften in Skelleftea zum Rückspiel gegenüber. Es wird mehr etwas zum Genießen und Lernen.

( ste )