Alba Berlin bleibt in der Basketball-Bundesliga weiterhin das Maß aller Dinge. Das Team von Trainer Sasa Obradovic gewann am Sonnabendabend bei Aufsteiger Gießen 46ers vor 3752 Zuschauern mit 104:71 (55:35) und verteidigte mit dem sechsten Saisonerfolg souverän die Tabellenführung.

Bereits nach der ersten Halbzeit lag Alba mit 20 Punkten bei den von Denis Wucherer trainierten Mittelhessen in Führung. Das war vor allem einer überragenden Wurfquote aus der Distanz zu verdanken. Zehn von 16 Dreier-Versuchen der „Albatrosse“ fanden den Weg in den Korb, allein drei davon durch Spielmacher Will Cherry. Nach der Pause bauten die Berliner ihren Vorsprung auf 33 Punkte aus. Der US-Amerikaner Cherry (16 Punkte), Ismet Akpinar (21) und der Kroate Kresimir Loncar (14) ragten aus einer geschlossenen Mannschaft noch heraus und sorgten letztlich für den höchsten Saisonsieg der Hauptstädter. Bei den zeitweise überforderten Gastgebern Gießen wusste der unter der Woche von Meister Bamberg verpflichtete Nationalspieler Karsten Tadda als bester Vorbereiter der Partie zu überzeugen. Er konnte die dritte Saisonniederlage aber ebenso wenig verhindern, wie der mit 27 Punkten erfolgreiche Nigerianer Suleiman Braimoh.

Erster Verfolger der Berliner bleiben weiter die s.Oliver Baskets Würzburg, die bereits am Freitag gegen Phoenix Hagen mit 97:82 gewonnen hatten. Dahinter bestätigten am Sonnabend die Telekom Baskets Bonn mit einem überraschend klaren 97:82 bei ratiopharm Ulm ihre starke Form. Beim vierten Sieg in Serie glänzte Aufbauspieler Eugene Lawrence mit 17 Punkten. Vor 6200 Zuschauern legten die Bonner den Grundstein für den Erfolg im ersten Viertel legten. Nach zehn Minuten führten sie mit 36:16 und behaupteten den Vorsprung danach ohne große Mühe.

Am Tabellenende wartet der Mitteldeutsche BC weiter auf den ersten Sieg. Der MBC musste sich in eigener Halle den MHP Riesen Ludwigsburg mit 69:77 geschlagen geben.

dpa