Berlin

Ein Zungenbrecher ist derzeit Albas wichtigster Mann

Berlin. Dragan Milosavljevic ist kein Mann großer Worte. Nach seinem überragenden Auftritt beim 83:72-Sieg von Alba Berlin über Braunschweig lobte er artig Fans und Teamkollegen. Dann verwies der Zugang noch auf das Eurocup-Spiel am Dienstag (19.15 Uhr) gegen Italiens Vizemeister Grissin Bon Reggio Emilia: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns.“ Dann verschwand er in der Kabine.

Dabei war der Mann mit dem schwer auszusprechenden Nachnamen Dreh- und Angelpunkt seines Teams. Am Ende standen 19 Punkte, sieben Rebounds und drei Assists auf dem Konto des Flügelspielers, der auch gerne Spielmacher-Aufgaben übernimmt. „Dragan bringt das ganze Paket“, lobte Trainer Sasa Obradovic. „Er hat genau das getan, was die Mannschaft gebraucht hat.“

Als Braunschweig nach zwischenzeitlich über 20 Punkten Rückstand im Schlussviertel wieder bis auf vier Zähler herangekommen war, schnappte sich der Serbe eineinhalb Minuten vor Spielende den Ball und nagelte einen Dreier in den Korb. „Dieser Wurf hat den Gegner gebrochen“, meinte Obradovic. Die Statistik ist bezeichnend: In den knapp 33 Minuten, die Milosavljevic auf dem Parkett stand, erzielte Alba 27 Punkte mehr als die Gäste. Das heißt im Umkehrschluss, dass die anderen ohne ihn 16 Punkte Vorsprung verspielten. „Wir sind noch unsicher“, konstatierte Manager Marco Baldi. „Wir brauchen Geduld, um uns einzuspielen. Sasa Obradovic kann auch nicht zaubern.“