Das Bewegendste des Abends war der Gruß gen Süden. Nach Greiling bei Bad Tölz. Dort wohnt Lorenz Funk sen., der Lenz, wie ihn alle nennen. Ein Bayer, der im Berliner Eishockey seine Spuren hinterlassen hat wie kaum ein anderer. Der über eine Dekade die Geschicke des EHC Eisbären lenkte, vorher und nachher bei den Preussen wirkte. Inzwischen ist der Lenz längst zurück in der Heimat, und wie nun bekannt wurde, leidet der 68-Jährige an Krebs. „Kämpfen und siegen, Lorenz“, gaben ihm die Fans der Eisbären per Plakat und Schlachtruf mit auf den Weg während der Partie gegen die Augsburger Panther.
Die sollte für die Berliner ein kleiner Wendepunkt werden nach zuletzt drei Niederlagen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mit insgesamt nur einem Treffer. Diese Torausbeute übertrafen die Eisbären diesmal deutlich, was tatsächlich in ein 7:3 (1:1, 2:1, 4:1) mündete. In der Tabelle zog der EHC damit an Augsburg vorbei und bleibt in der Spitzengruppe.
Mit dem Heimvorteil im Rücken taten sich die Berliner leichter. Oft hatten sie den bisher nicht in dieser Saison, erst zum vierten Mal in elf Partien traten sie daheim an. Und behielten vor den 12.256 Zuschauern ihre makellose Bilanz mit dem vierten Heimsieg. Den erarbeiteten sich die Eisbären auf unterschiedliche Weise, anfangs mit viel Elan. Da aber nur Darin Olver in Überzahl traf (4.) und mit jeder vergebenen Chance immer weniger gelingen wollte, geriet der EHC in Rückstand. Erst eine entschlossene Einzelaktion von Petr Pohl leitete das zweite Tor durch André Rankel ein (38.). Kurz darauf legte Pohl für Bruno Gervais auf (40.) und sprang anschließend ziemlich bewegt gegen die Bande, als ihm nach acht Vorlagen sein erster Saisontreffer gelang (43.).
Aufgrund der zeitweise auftretenden Probleme in der Defensive blieb das Spiel zunächst eng, doch Gervais (47.), Pohl und Frank Hördler wollten die vorherige Torflaute unbedingt vergessen machen (55.).
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