Krefeld

Eisbären gewinnen Jubiläumsduell gegen Krefeld

Beim 2:1 gelingt der vierte Sieg im fünften DEL-Spiel

Krefeld. Es war tatsächlich ein Jubiläum, das Duell zwischen dem EHC Eisbären und den Krefeld Pinguinen. Zum 100. Mal standen sich die Teams in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag gegenüber. Und noch etwas Besonderes ereignete sich, denn die 77 Jahre alte Oma von EHC-Stürmer Marcel Noebels schaute in Krefeld vorbei, um den Enkel zu beobachten. Zum ersten Mal seit er zehn war, sah die Oma ihn für einen Klub auflaufen.

Dafür wollte sich Noebels, der aus Krefeld stammt und dort zum Profi wurde, besonders anstrengen, denn die Oma kam trotz neuer Hüfte zum Spiel. Wie schön also, dass er den ersten Treffer der Berliner vorbereitete und damit den 2:1 (0:0, 1:0, 0:1, 1:0)-Sieg nach Verlängerung einleitete. Es war der 56. Erfolg gegen Krefeld für den EHC, der sich mit dem vierten Sieg im fünften Saisonspiel auf Tabellenplatz zwei schob.

Für Noebels sind die Partien in Krefeld immer mit einigem Aufwand verbunden. Diesmal orderte er zehn Tickets für Familie und Freunde. „Das ist ein Heimspiel für mich. Von mir aus könnten wir öfter hier spielen“, sagte der Stürmer der Berliner. Seit er aus Nordamerika zu Beginn der Vorsaison zurückkehrte in die DEL gastierte der EHC zweimal bei den Pinguinen, beide Male unterlagen die Eisbären.

Diesmal folgte also sein erster Sieg gegen den Heimatklub. Die Berliner spielten kontrolliert, aus einer sicheren Defensive heraus mit schnellen Vorstößen. Einen davon beendete Barry Tallackson nach Zuspiel von Noebels mit der Führung (29.). Erst spät gelang es Krefeld, einigen Druck auszuüben. Kapitän Daniel Pietta traf fünf Minuten vor dem Ende zum Ausgleich. In der Verlängerung führte ein schöner Spielzug über Petr Pohl und Darin Olver zum Siegtreffer von Micki DuPont (63.). Als nächstes reisen die Eisbären zum Tabellenletzten nach Schwenningen.