Den Super-Bowl-Ring verwahrt er „an einem sicheren Ort“, sagt Sebastian Vollmer, 31. Traditionell bekommt jedes Teammitglied einer Meistermannschaft das mit 205 Diamanten besetzte Stück als Erinnerung. Dennoch will Vollmer gar nicht mehr so sehr auf seine erste Meisterschaft mit den New England Patriots in der National Football League (NFL) zurückschauen, er blickt lieber nach vorn. Deutschlands erster NFL-Champion ist bereit für eine neue Herausforderung. „Jetzt geht’s los, und wir fangen hoffentlich mit einem Sieg an“, sagte Vollmer vor dem Auftakt gegen die Pittsburgh Steelers in der Nacht zum Freitag (2 Uhr, Sat.1).
Neben dem Vorzeigeathleten aus Kaarst gibt es ab dieser Saison vier weitere Deutsche - in Amerikas beliebtester Sportliga – so viele wie nie zuvor. Nachdem Vollmer 2009 der erste NFL-Import „Made in Germany“ war, folgten noch Defensive Tackle Markus Kuhn (New York Giants), sowie die beiden Outside Linebacker Björn Werner (Indianapolis Colts) und Kasim Edebali (New Orleans Saints). Seit dieser Saison ist mit Linebacker Mark Nzeocha (Dallas Cowboys) ein weiterer Landsmann in der NFL. „Je mehr Deutsche in die NFL kommen, umso größer wird es auch in Deutschland“, sagt der Berliner Werner, 25: „Wenn man in Berlin rumläuft, sieht man echt viele Leute mit einer NFL-Kappe, T-Shirt oder Jersey“.
Der Super Bowl steigt am 7. Februar 2016 in Santa Clara
Das gesteigerte Interesse in Deutschland hat auch dazu beigetragen, dass Free-TV-Sender ProSieben MAXX zwei Spiele pro Woche sonntags live zeigt.
Vollmers Patriots zählen als Titelverteidiger ebenso zu den Titelanwärtern wie Finalist Seattle. Auch Indianapolis wird einiges zugetraut. Beim Finale vor sieben Monaten war Werner als Experte fürs Fernsehen im Stadion. Zum 50. Super Bowl am 7. Februar im kalifornischen Santa Clara will es der 25-Jährige nun sportlich schaffen.
dpa/rh


