Der frühere Fußball-Nationalspieler Mehmet Scholl will nach seiner Karriere als TV-Experte noch einmal als Trainer arbeiten. „Ich brenne wieder darauf“, sagte der 44-Jährige in einem Interview des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Der frühere U-23-Trainer des FC Bayern ist seit sieben Jahren TV-Experte der ARD, sein Vertrag läuft noch bis 2018. Spätestens nach Ende der TV-Tätigkeit wolle er wieder seiner Leidenschaft als Trainer nachgehen, sagte Scholl, „auf welchem Niveau auch immer“.
An der momentan aufkommenden Trainergeneration übte Scholl indes heftige Kritik. Derzeit dränge „immer der gleiche Typus“ auf den Markt, „der alles anders macht, als ich es machen würde. Die haben nie selbst oben gespielt und auch keine Ahnung, wie ein Profi auf höchstem Niveau tickt“, sagte Scholl. Eine Ursache dafür sei die Fußballlehrer-Ausbildung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Je mehr er Kandidaten mit Bestnoten beobachtet habe, desto mehr sträubten sich bei ihm die Nackenhaare, sagte der frühere Profi und Trainer. „Bei denen ist Taktik oberstes Gebot, das sind Laptop-Trainer.“
dpa

