Diskus-Olympiasieger Robert Harting hat seinen Start beim Internationalen Stadionfest der Leichtathleten (Istaf) am kommenden Sonntag (ab 14 Uhr) abgesagt. Harting, der nach einer Kreuzband-Operation im vergangenen September im Berliner Olympiastadion eigentlich sein Comeback feiern wollte, fühlt sich in seiner Technik noch nicht sicher genug. „Daraus ergibt sich eine Verletzungsgefahr, die ich im Hinblick auf die Olympischen Spiele im nächsten Jahr nicht eingehen möchte“, sagte der 30-Jährige.
Er werde jedoch beim Istaf vor Ort sein und sich „schweren Herzens den Wettkampf im Diskuswurf anschauen“. Das Duell gegen seinen fünf Jahre jüngeren Bruder Christoph, der bei der WM in Peking den achten Platz belegt hatte, sollte eines der Highlights des diesjährigen Istaf sein.
„Für Robert Harting tut es mir unglaublich leid, dass er nicht dabei sein kann. Dafür wird er im kommenden Jahr umso stärker zurückkehren und hoffentlich als Olympiasieger von Rio de Janeiro beim Istaf werfen“, sagte Meetingdirektor Martin Seeber.
Beim größten deutschen Leichtathletik-Meeting werden dennoch zahlreiche Stars antreten. Mindestens sechs frisch gekürte Weltmeister und sieben von acht deutschen WM-Medaillengewinnern in Peking gehen an den Start. Dazu gehören auch die beiden deutschen Weltmeisterinnen Christina Schwanitz (Kugelstoßen) und Katharina Molitor (Speerwurf).
Weitere Weltmeister, die in Berlin dabei sind: Anita Wlodarczyk im Hammerwurf, ihr polnischer Landsmann Piotr Malachowski (Diskuswurf), Shawnacy Barber (Kanada) im Stabhochsprung sowie Maryna Arzamasova (Weißrussland/800 Meter. Wlodarczyk stellte beim Istaf 2014 einen Weltrekord auf, den sie inzwischen aber verbessert hat.
Für die Veranstaltung wurden bereits 53.000 Eintrittskarten verkauft. Die Organisatoren rechnen mit rund 60.000 Besuchern. Damit würde die Berliner Traditionsveranstaltung erneut zu dem Eintages-Meeting, das weltweit am meisten Zuschauer anzieht.
BM

