Hertha BSC liegt bei den bisher verkauften Dauerkarten für die am 14. August beginnende Bundesligasaison zwar voll im eigenen Soll, aber im Liga-Vergleich hinken die Berliner der Konkurrenz weiter hinterher. 18.500 Dauerkarten konnte Hertha bis dato absetzen. „Unser Ziel ist es, mindestens das Ergebnis des Vorjahres zu erreichen“, sagte Herthas Finanzchef Ingo Schiller der Morgenpost. In der vergangenen Saison verkauften die Berliner immerhin 20.805 Dauerkarten.

Mit bisher 18.500 Dauerkarten liegt Hertha im Ranking der Bundesligisten für das Spieljahr 2015/16 zusammen mit Bayer 04 Leverkusen nur auf Platz 14 vor Hoffenheim (15.500) und den Aufsteigern Darmstadt (11.000) und Ingolstadt (10.000). Unangefochtener Spitzenreiter ist wie schon in den Jahren zuvor Borussia Dortmund mit 55.000 verkauften Abonnements. Der BVB liegt vor allem dank seines großen Stadions klar vor Schalke 04 (43.935) und Rekordmeister FC Bayern München (38.000). Das Top-Trio musste wie zahlreiche andere Klubs den Verkauf stoppen, um noch Tickets für Einzelspiele anbieten zu können. Auf den Plätzen folgen Borussia Mönchengladbach (30.000) und als neuer Fünfter der VfB Stuttgart (29.000).

In Wolfsburg am günstigsten

Fast alle Klubs hätten sogar deutlich mehr Karten verkaufen können, die Wartelisten sind teilweise lang. Dabei werden die Abos immer teurer. Gut die Hälfte der Klubs drehte in den vergangenen zwölf Monaten an der Preisschraube. Auch der BVB verlangte in diesem Sommer im Schnitt 1,5 Prozent mehr. Die Folge ist: Mit 885 Euro hat Dortmund die teuerste Nicht-VIP-Dauerkarte der Liga. Bei Hertha kostet eine vergleichbare Dauerkarte ab 659 Euro auf der Haupttribüne. Die günstigste, nicht ermäßigte Dauerkarte kostet beim BVB 207 Euro. Nur der Hamburger SV (208,70 Euro) und Darmstadt (240 Euro) sind in dieser Kategorie teuer. Hertha liegt mit 188 Euro für die günstigeste, nicht ermäßigte Dauerkarte auf Platz elf.

Insgesamt kommt die Bundesliga in der neuen Saison dennoch „nur“ auf 460.935 verkaufte Dauerkarten. Zum Rekord der Saison 2011/2012, als vor allem dank der Traditionsklubs 1. FC Kaiserslautern oder 1. FC Nürnberg stolze 483.335 Jahreskarten über den Ladentisch gingen, wird es zum vierten Mal in Folge nicht reichen.

BM/sid