Sport

Dreckiges Wasser in Rio sorgt für Ärger

Die Besorgnis ist groß. Spätestens, seit die US-Nachrichtenagentur AP die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu den Gewässern von Rio de Janeiro publik machte, sind viele alarmiert. In der Guanabara-Bucht, in der kommendes Jahr neben den Kanurennsport- und Ruderwettbewerben auch das Segeln und die Freiwasserdisziplinen der Olympischen Spiele stattfinden sollen, sei die Wasserqualität gesundheitsgefährdend. Demnach sollen hohe Werte an Viren und Bakterien gefunden worden sein. „Was man dort vorfindet, ist eigentlich ungeklärtes Abwasser“, zitierte AP den Marine-Biologen John Griffith vom unabhängigen „Southern California Coastal Water Research Project“. Die deutschen Verbände der Ruderer, Kanuten und Schwimmer nehmen die Veranstalter nun in die Pflicht, für Besserung zu sorgen. Ziel ist es offiziell, dass 80 Prozent des Wassers gesäubert werden. Da durch die Bucht ein Kanal verläuft, über den die großen Frachtschiffe den Hafen von Rio ansteuern, gibt es immer wieder Verunreinigungen. Bei einer Fahrt durch die Bucht sind Unmengen an Abfall zu sehen ebenso wie Ölfilme.

( BM )