Obwohl die aktuellen Temperaturen sicher nicht dazu geeignet sind, an Wintersport zu denken: In wenigen Wochen bereits beginnt die neue Saison für den EHC Eisbären. Am 15./16. August bestreiten die Berliner zwei Testspiele beim Turnier in Dresden, zunächst gegen Zweitligist und Gastgeber Eislöwen, tags darauf gegen EHC Wolfsburg oder HC Litvinov. Eine Woche darauf, am 22. August (16 Uhr), kommen die Lions Zürich zum Auftakt der Champions Hockey League in die Mercedes-Benz-Arena. Und am 11. September (19.30 Uhr) startet auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wieder – für die Eisbären mit dem Heimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers.
Dann also nimmt das Team von Cheftrainer Uwe Krupp neuen Anlauf, es deutlich besser zu machen als in der vergangenen Spielzeit, an deren Ende zum zweiten Mal in Folge das Play-off um die Deutsche Meisterschaft verpasst wurde. Eine schwere Enttäuschung für den siebenmaligen Deutschen Meister. Doch wer erwartet hatte, nun werde die Mannschaft komplett umgekrempelt, der irrt. Am Montag wurde erst der sechste Zugang für die kommende Saison verkündet: Nach der Ausleihe von Mathias Niederberger an die Düsseldorfer EG haben die Eisbären Torhüter Kevin Nastiuk zurückgeholt. Der 30-Jährige spielte als Ersatztorwart bereits von 2010 bis 2012 für den Hauptstadt-Klub und gewann zwei Meister-Titel mit den Berlinern. Nun erhielt der Kanadier einen Vertrag bis 2016.
Zuvor hatte der EHC die kanadischen Verteidiger Micki DuPont und Bruno Gervais, den kanadischen Stürmer Spencer Machacek sowie die Talente Vladislav Filin (Sturm) und Marvin Cüpper (Tor) verpflichtet. Auch DuPont ist ein Rückkehrer und trug bereits 2003 bis 2006 das EHC-Trikot.
Nastiuk war in den vergangenen beiden Spielzeiten beim Eisbären-Kooperationspartner Dresdner Eislöwen beschäftigt. „Er hat sich durch eine hohe Anzahl von Spielen weiterentwickelt, und seine Leistungen sind konstanter geworden“, begründet Eisbären-Sportdirektor Stefan Ustorf in einer Mitteilung die neuerliche Verpflichtung des Kanadiers. Allerdings ist der ohnehin nicht als Stammgoalie vorgesehen. Diese Position wird der Finne Petri Vehanen wohl kaum so leicht hergeben. Zudem gehört wie erwähnt Marvin Cüpper, 21, zum Kader, der nach drei Jahren aus einer kanadischen Juniorenliga in die Hauptstadt zurückkehrte.
Am Montag ist das erste Mannschaftstraining auf Eis angesetzt. Und Kiebitze werden sich vielleicht wundern über einen Asiaten, der ebenfalls mit von der Partie ist. Es ist der japanische Nationalspieler Shuhei Kuji, der bis zum Turnier in Dresden einen Tryout-Vertrag erhielt. Macht er seine Sache gut, könnte er zum siebten Eisbären-Zugang werden.
diw

