Sie bleibt das Maß aller Dinge im Frauentennis. Und das auch am berühmtesten aller Grand-Slam-Schauplätze, im Rasenreich von Wimbledon. Dort hielt Serena Williams am Samstagnachmittag um 16.42 Uhr wieder einmal die silberne Siegerschale in die Höhe, setzte sie sich gar wie eine Krone auf den Kopf, am Ende ihrer sechsten erfolgreichen Titelmission. Und nach zwölf Tennismonaten, in denen sie auf den vier Major-Schauplätzen von niemandem zu bezwingen war, weder auf den Hartplätzen bei den US Open und Australian Open noch im Pariser Sand oder auf den Grascourts an der Church Road. „Es fühlt sich so cool an, alle wichtigen Titel zu besitzen“, sagte die 33-jährige Amerikanerin, die im Endspiel die Spanierin Garbine Muguruza, 21 mit 6:4 und 6:4 schlug.

Es war ein unspektakuläres Endspiel, aber mit spektakulärer Wirkung: Denn bei der Vollendung ihres sogenannten „Serena Slam“ (vier Grand-Slam-Siege hintereinander) trug sich Williams auch als älteste Major-Gewinnerin in der Profiära des Tennissports ein. „Alter schützt vor Siegen nicht“, sagte die frühere Rivalin von Williams, ihre Landsfrau Lindsay Davenport, „sie wird noch einige Zeit weiterspielen, ohne wirkliche große Konkurrentin. Sie kann auch 30 Grand Slams gewinnen.“ Erst einmal kann Williams nun aber die Bestmarke von Steffi Graf (22 Grand Slam-Trophäen bis 1999) einstellen, demnächst beim Heimspiel in New York.

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