American Football

Berliner Björn Werner bei Super-Bowl-Pleite nur Zuschauer

Die New England Patriots haben sich gegen die Indianapolis Colts in den NFL-Play-offs durchgesetzt. Der Berliner Björn Werner kam bei der Niederlage seines Teams nicht zum Einsatz.

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NFL-Footballer Sebastian Vollmer steht zum zweiten Mal im Super Bowl. Der 30-Jährige aus Kaarst feierte im Halbfinale der US-Profiliga mit den New England Patriots bei strömendem Regen einen nie gefährdeten 45:7-Sieg gegen die Indianapolis Colts, die überraschend auf den Berliner Björn Werner (24) verzichteten und das deutsche Play-off-Duell platzen ließen.

Der 49. Super Bowl findet am 2. Februar (00.30 Uhr MEZ/Sat.1 und Sport1 US) in Glendale/Arizona statt. Die Patriots um Star-Quarterback Tom Brady treffen auf Titelverteidiger Seattle Seahawks, der das spannende erste Halbfinale trotz eines 0:16-Rückstandes mit 28:22 nach Verlängerung gegen die Green Bay Packers gewann.

Vollmer bekommt durch den Erfolg im Championship Game der American Football Conference (AFC) vor Heimpublikum in Foxborough/Massachusetts nach 2012 eine weitere Chance, als erster Deutscher die Vince Lombardi Trophy zu holen. Vor drei Jahren war der Offensive Tackle mit den Patriots an den New York Giants gescheitert (17:21). Zuvor hatte es nur Uwe von Schamann (58) als Deutscher so weit gebracht, unterlag im Super Bowl aber zweimal mit den Miami Dolphins (1983, 1985).

Vollmer darf nach einer starken Vorstellung weiter vom großen Coup träumen, dagegen musste Werner tatenlos mitansehen, wie seine Colts und Spielmacher Andrew Luck vorgeführt wurden. Linebacker Werner war unmittelbar vor Spielbeginn ohne Nennung von Gründen aus dem Kader gestrichen worden.

Der dreimalige NFL-Champion New England hatte sich als souveräner Gewinner der AFC East für die Play-offs qualifiziert und nach dem freien Wildcard-Weekend im Viertelfinale die Baltimore Ravens ausgeschaltet (35:31). Die Patriots stehen zum achten Mal im Finale.