Behindertensport

Berlin verabschiedet 18 heimische Paralympics-Starter

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Die Olympischen Spiele in London sind vorüber, doch Ende August geht die Jagd nach Medaillen weiter. Auch Berliner sind dabei.

18 Behindertensportler aus Berliner Vereinen oder mit Trainings- und Lebensschwerpunkt in der Hauptstadt sind am Montag offiziell zu den Paralympics verabschiedet worden. Insgesamt gehen in London vom 29. August bis 9. September 150 deutsche Athleten bei den Spielen für Sportler mit Handicap an den Start.

An dem vierstündigen Sommerfest nahmen im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn unter anderem die Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau (Die Linke), Berlins Innen- und Sportsenator Frank Henkel (CDU) und der Präsident des Berliner Landessportbundes (LSB), Klaus Böger, teil.

Der Gesandte des britischen Botschafters, Andrew Noble, erklärte, dass sich London nach drei Olympischen Spielen enorm auf seine ersten Paralympics freue. „Von den 2,7 Millionen Karten sind die meisten schon verkauft. Der Jubel geht weiter. Die zweite Halbzeit der Spiele wird so interessant, lebendig und erfreulich wie die erste“, sagte er.

Der Präsident des Berliner Behindertensportverbandes, Erhart Körting, zeigte sich überzeugt, „dass die Teilnehmer ein großartiges Fest mit vielen Zuschauern erwartet.“ Es gebe so viel TV-Berichterstattung wie noch nie. LSB-Präsident Böger überreichte den Paralympics-Teilnehmern, die bislang noch über keine Beraterverträge des LSB verfügen, diese als Zeichen der Gleichbehandlung mit Nichtbehinderten bei den Fördermaßnahmen.

Tennisspielerin Katharina Krüger (Zehlendorfer Wespen), von Geburt an querschnittsgelähmt, hob stellvertretend für ihre Teamkollegen die Bedeutung des Behindertensports hervor. „Durch den Sport sind wir starke Persönlichkeiten geworden und können anderen zeigen, dass es nach einer schweren Behinderung immer ein Weiter gibt.“

( dpa/bee )