Es ist noch nicht lange her, da offenbarte eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie, dass die Engländer eklatante Wissenslücken im Bereich Sexualkunde haben. Einer Umfrage des Department for Children, Schools and Families glaubten demnach unter anderem elf Prozent der Briten, dass eine Frau nicht schwanger werden kann, solange der Geschlechtsakt nur im Stehen vollzogen wird.
Die Briten sind diesbezüglich also etwas unwissend. Was verwundert, sind sie doch sonst nicht so zugeknöpft und zumindest auch bekannt dafür, mit ihren Reizen nicht zu geizen. Ob der Anblick immer schön ist, sei mal dahingestellt. Aber wer ist den britischen Männern nicht schon im Urlaub begegnet, wenn sie mit tätowiertem Oberkörper posieren – und sei der Bauch auch noch so rund. Oder wer hat nicht schon mal von den britischen Frauen gehört, die im selbst Winter des nächstens Sommerschuhe tragen und nackte Haut zeigen – und zwar nicht, weil sie alle so kälteresistent sind.
Politiker schauen gerne zu
Aber nicht nur die Briten zeigen gern, was sie haben, sie schauen auch gern zu. Ein Schelm, der Frivoles dabei denkt, wenn er folgende Zahlen liest. Nach Angabe der englischen Zeitung „The Times“ haben britische Minister bislang fast doppelt so viele Eintrittskarten für die olympischen Beachvolleyball- und Leichtathletikwettbewerbe als die restlichen Sportarten geordert. Die Lust auf Bikinis und Spiele im Sand ist unter den Regierenden offenbar größer als etwa auf das Kraft aufreibende Gewichtheben.
Aber gut, sollen die lüsternden Herren ruhig dem Beachvolleyball frönen. Vielleicht dient es ja als Antrieb, das Volk mal wieder in Sexualkunde zu befragen. Denn die letzte Studie datiert von 2009.





