Muskelfaserriss

HSV muss mehrere Wochen auf Petric verzichten

Schock beim Hamburger SV und seinem neuen Trainer Thorsten Fink: Stürmer-Star Mladen Petric hat sich im Training verletzt und wird länger ausfallen.

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225 Tage dauert der Heimfluch an, doch HSV-Trainer Thorsten Fink will ihn am Sonntag (17.30 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern auch ohne seinen Torgaranten Mladen Petric besiegen.

„Ich verschwende keinen Gedanken daran, was mal war, das interessiert keine Sau mehr“, sagte Fink in drastischen Worten auf die Frage, wie die lange Durststrecke des Bundesligisten im Volkspark überwunden werden soll.

Zudem fällt Petric, der seine zurückliegenden neun Tore zu Hause erzielt hat, mit einem Muskelfaserriss in der linken Wade voraussichtlich drei bis vier Wochen aus. Fink wäre nicht Fink , würde er sich von solch einer Nachricht verunsichern lassen.

Dann spielen eben Marcus Berg oder Son Heung-Min neben Paolo Guerrero im Angriff. Wobei nach der Freitag-Einheit einiges auf den erstmaligen Start des Schweden in der Bundesliga hindeutet. Der ehemalige Torschützenkönig der U-21-EM traf zuletzt im Pokal in Trier .

Der Tabellen-14. aus der Pfalz hat fünf Jahre an der Elbe nicht gewonnen. Oder anders ausgedrückt: Die Hamburger verloren nur eines der vergangenen zwölf Heimpartien (2:3 im August 2001) gegen die „Roten Teufel“ – eine Statistik, die Fink gerne zur Kenntnis nehmen wird.

Fink vertraut Drobny

„Lautern wird sich nicht so tief reinstellen wie Trier“, so der Fußballlehrer, der den ersten Erfolg seit dem 19. März im eigenen Stadion und überhaupt seinen ersten in der Bundesliga einfahren will.

Im Kellerduell will er nach den enttäuschenden Leistungen der Reservisten wie David Jarolim und Michael Mancienne im Pokal weitgehend auf die Elf aus dem Wolfsburg-Spiel (1:1) vertrauen. Trotz Beschwerden sollen Slobodan Rajkovic (Rücken) in der Innenverteidigung und Tomas Rincon (Oberschenkel) vor der Abwehr mit von der Partie sein.

„Meine Mission ist es, den Verein da unten rauszuholen, vorläufig“, so Fink, der behauptet, sehr gut mit dem auf ihm lastenden Druck umgehen zu können. Unter Druck stabiler geworden ist in den vergangenen Wochen Torhüter Jaroslav Drobny, der zum Saisonauftakt einige Mal patzte. „Er hat eine unheimlich gute Ausstrahlung und ist sehr wichtig für die Mannschaft“, so der 43 Jahre alte Coach vor seinem zweiten Heimspiel.