Europa League

Schalke und Hannover stehen vor schweren Aufgaben

Der FC Schalke 04 sucht im Eiltempo den Weg zurück in die Normalität, Hannover 96 will die Abenteuerreise in die ukrainische Provinz erfolgreich gestalten. Die beiden Bundesligisten stehen bei ihren Europa-League-Partien vor unterschiedlichen Herausforderungen.

Nach den Turbulenzen um Ralf Rangnicks Burnout-Rückzug aus dem Fußball und der Verpflichtung von Huub Stevens hat Schalke kaum Zeit zum Nachdenken. "Wir wollen in Kürze erfolgreich sein", sagte der nach Gelsenkirchen zurückgekehrte Trainer vor der Heimaufgabe gegen Maccabi Haifa (19 Uhr/Kabel 1/Sky).

Für Hannover entwickelte sich die Reise in die ukrainische Provinz zu Worskla Poltawa zu einer Expedition. Sogar eigene Nahrungsmittel packten die 96er in ihr 40-Mann-Flugzeug, um für das zweite Gruppenspiel (21.05 Uhr/Kabel 1/Sky) vorbereitet zu sein. "Wir können es uns nicht leisten, dass Spieler mit Magenproblemen ausfallen", so Stürmer Jan Schlaudraff.

In Gelsenkirchen will Stevens schnell dafür sorgen, dass seine Profis den Wirbel der vergangenen Tage vergessen und die Bestürzung über Rangnicks persönliches Schicksal zumindest so verdrängen, dass das Geschehen auf dem Rasen nicht unter nervlicher Anspannung leidet. "Ich möchte, dass die Spieler sich wohlfühlen und wissen, wo es langgeht", sagte Stevens. Außerdem muss der neue Coach einige Handicaps vor seiner Premiere in den Griff bekommen: Torhüter Ralf Fährmann (Magen-Darm-Probleme), Linksverteidiger Christian Fuchs (Erkältung) und Sturm-Ikone Raúl, der über Schmerzen im Fuß klagte, gelten als Wackelkandidaten. Atsuto Uchida fällt wegen eines Faserrisses im rechten Oberschenkel aus.

Auch die 96er bleiben vom Verletzungspech nicht verschont: Sie müssen ihren Torjäger Didier Ya Konan ersetzen, der wegen Beschwerden im linken Oberschenkel daheimblieb. Die Reise zum Nobody erforderte vom Bundesligisten zudem eine ungewöhnliche Vorbereitung - samt Landung am Mittwoch auf einem alten Militärflughafen. Dieser darf nur mit einem einheimischen Experten angeflogen werden. "Das ist schon ein bisschen speziell", sagte Manager Jörg Schmadtke: "Das ist das Ungewöhnlichste, was ich in meiner Karriere bisher erlebt habe."