2. Bundesliga-Spieltag

Götze will auch Dortmunds Angstgegner besiegen

In der vergangenen Saison war Hoffenheim der einzige Klub, gegen den Meister Dortmund kein Sieg gelang. Mit Mario Götze soll sich das heute Nachmittag ändern.

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Trainer Jürgen Klopp vom deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund wehrt sich gegen die übertriebenen Lobeshymnen nach dem glanzvollen Saisonstart seiner Mannschaft gegen den Hamburger SV (3:1). „Wir müssen nun sehen, wie wir damit umgehen“, sagte der 44-Jährige. Nach der Rückkehr der Nationalspieler habe er bis zum Gastspiel bei 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky und Liga total!) „noch eineinhalb Tage Zeit, um das in die richtigen Bahnen zu lenken“.

Nach dem Auftaktsieg wurde der BVB von den Medien in die Rolle des Titelfavoriten erhoben, nach dem Motto „die Bayern können nix, wir können alles. Das ist Quatsch! Wir waren nicht so gut, wie es dargestellt wurde. Es gab Phasen in diesem Spiel, wo wir kaum Zugriff hatten und wissen das alles sehr gut einzuschätzen“, ergänzte der BVB-Coach. Selbstbewusst, aber nicht übermütig sollten seine Spieler in die Begegnung beim Vorjahres-Elften gehen.

„Weil wir auf einen Gegner treffen“, sagte Klopp, „der zum Start eigentlich unentschieden gespielt hat.“ Damit spielte er auf den viel diskutierten Freistoßtreffer von Jan Schlaudraff beim 2:1 von Hannover 96 gegen Hoffenheim an. „Dort hat Holger Stanislawski an den Abläufen einiges verändert. Das sah in Hannover richtig gut aus“, sagte Klopp.

Zudem hat sich der BVB gegen die Kraichgauer bislang immer schwer getan. Hoffenheim war der einzige Klub, gegen den der Meister in der vergangenen Saison nicht gewonnen hat. Bei 1899 gab es eine 0:1-Niederlage, in Dortmund ein glückliches 1:1 dank eines Last-Minute-Treffers. Die Gesamtbilanz aus Dortmunder Sicht: zwei Niederlagen und drei Unentschieden.

Beckenbauer lobt Messi

Dabei helfen, diese Bilanz zu verbessern, soll natürlich auch Mario Götze. Dieser wurde nach dem Länderspiel gegen Brasilien erneut von Franz Beckenbauer mit Lob überschüttet. Nachdem ihn der „Kaiser“ schon mit Weltfußballer Lionel Messi verglichen hatte, schwärmte der Weltmeister von 1974 in seiner neuesten Bild-Kolumne: „Der Herrgott hat diesen Burschen mit Talent überschüttet. Was ich gegen Brasilien von ihm gesehen habe, hat mich im Stadion begeistert.“

Man könne im Fußball vieles durch Fleiß erlernen. Aber eines nicht: Intuition. Götze, der unter anderem auf spektakuläre Weise sein erstes Länderspieltor zum 3:2 der Nationalmannschaft über den Rekordweltmeister beigesteuert hatte, habe „das Gespür, eine Situation schneller als alle anderen zu durchschauen, genau das Richtige zu machen und den Gegner zu überraschen“, schrieb Beckenbauer.

„Ich liebe raffinierte Fußballer wie Götze. Mit seinen 19 Jahren bringt er schon fast alles mit. Ich traue ihm alles zu - außer vielleicht ein Kopfball-Ungeheuer zu werden“, so Beckenbauer, der Götze bald auf der Wunschliste von Real Madrid und dem FC Barcelona sieht. In der Nationalmannschaft sieht Beckenbauer keine Probleme, Götze und Mesut Özil zusammen spielen zu lassen.