Die nationalsozialistische Sportführung versagte ihr jedoch die Anerkennung des Rekords und die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Berlin, weil sie Jüdin war.

Für Bergmann nahm Dora Ratjen an den Olympischen Spielen teil, belegte dort Platz vier. 1938 sprang Ratjen Frauen-Weltrekord und holte den Europameister-Titel. Im selben Jahr endete die sportliche Karriere, weil sich herausstellte, dass Ratjen ein Mann war.

„Wir wissen, dass dies keine Wiedergutmachung sein kann. Aber es ist ein Akt der Gerechtigkeit und eine symbolische Geste des Respekts vor Gretel Bergmann“, sagte der Ehrenpräsident des DLV, Theo Rous.

Zuvor hatte das DLV-Präsidium in einem Brief an die Deutsche Sporthilfe die Aufnahme von Bergmann in die „Hall of Fame“ des Deutschen Sports angeregt. Die Lebensgeschichte Bergmanns war in diesem Jahr verfilmt worden. Die 95-Jährige lebt seit 1937 in den USA.

dpa/cor