Handball

WM-Titel und goldener Abschied für Heuberger

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Foto: dpa/DPA

Die deutschen Junioren haben ihrem Trainer Martin Heuberger mit dem Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft in Griechenland einen goldenen Abschied beschert.

Die deutschen Handball-Junioren tanzten mit der Goldmedaille um den Hals durch den Konfettiregen von Thessaloniki, Erfolgtrainer Martin Heuberger blickte mit einem strahlenden Lächeln und voller Stolz auf seine Jungs: Der Nachwuchs des Deutschen Handball-Bundes (DHB) hat Heuberger mit der erfolgreichen WM-Titelverteidigung einen goldenen Abschied beschert und lässt die Verantwortlichen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

„Dieser Titel bedeutet uns beim DHB sehr viel. Trotz einiger Kritik werden wir an unserer Marschroute festhalten, nämlich gut auszubilden und auch den Mannschaftserfolg nicht außer Acht zu lassen“, sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier nach dem beeindruckenden 27:18 (13:10)-Finalerfolg gegen Dänemark.

Schon vor zwei Jahren im WM-Endspiel in Kairo hatten die deutschen Junioren den starken Dänen beim 32:24 keine Chance gelassen.

Neun Spiele, neun Siege

Auch in Griechenland war die DHB-Auswahl eine Klasse für sich. Die bemerkenswerte Turnierbilanz: Neun Spiele, neun Siege. „Das ist der Hammer. Die Mannschaft hat im Finale das beste Spiel dieser WM gezeigt, war im genau richtigen Moment hochkonzentriert.

Die Dominanz, mit der wir das Finale für uns entschieden und die wir über das ganze Turnier hinweg gezeigt haben, hat mich beeindruckt“, sagte Heuberger, der am 1. Juli Heiner Brand als Bundestrainer abgelöst hat und nach dem Erfolg mit den Junioren nun mit viel Rückenwind in seine neue Aufgabe startet.

Nach der deutschen Pausenführung glichen die Dänen Mitte der zweiten Halbzeit aus (15:15), doch angetrieben von dem überragenden Torhüters Nils Dresrüsse und der starken Abwehr setzte sich das deutsche Team in der Schlussphase immer weiter ab. Bester DHB-Werfer war Johannes Sellin mit sieben Treffern.

Nach der Schlusssirene brachen alle Dämme. „Weltmeister wird nur der DHB, nur der DHB“, sangen die Spieler in der Halle. Nun gilt es, diesen erneuten Erfolg des Nachwuchses in die A-Nationalmannschaft zu transportieren.

Talente sind da

„Wir müssen versuchen, in kleinen Bereichen wie der Nachwuchsförderung und der Anschlussförderung im Juniorenbereich Dinge zu verbessern. Dann haben wir vielleicht in Zukunft wieder eine Chance, ganz oben hinzukommen“, sagte DHB-Manager Brand.

Die WM hat jedenfalls einmal mehr bewiesen, dass die Talente im deutschen Handball vorhanden sind. Neben den WM-Titeln 2009 und 2011 gewann die Mannschaft unter Heuberger auch 2004 und 2006 EM-Gold. Die Talente müssen nun integriert und gefördert werden, da stehen auch die Bundesligavereine in der Pflicht.

„Wir müssen einen besseren Übergang hinbekommen, damit die durchaus vorhandenen Talente hierzulande auch den Sprung schaffen. Förderung, Entwicklung, Integration auf dem Leistungslevel, das sind ganz wichtige Themen“, sagte Brand.

( sid/fb )