Trotz des besten Saisonstarts seiner Vereinsgeschichte hat Tabellenführer Bayer Leverkusen im Kampf um die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Bundesliga einen Dämpfer hinnehmen müssen. Die Rheinländer blieben zwar zum ersten Mal auch nach 15 Spieltagen ungeschlagen und verbesserten damit ihren Startrekord, kamen bei Hannover 96 aber nicht über ein 0:0 hinaus.

Am Sonntag kann Verfolger Werder Bremen durch einen Sieg beim 1. FC Köln bis auf einen Punkt herankommen. Bayern München belegt nach dem 2:1 (1:1) vom Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach mit 27 Zählern vorerst Platz drei - vier Punkte hinter Leverkusen.

Die anderen Spitzenteams ließen Zähler liegen. Der Hamburger SV (25) kam drei Tage nach dem Erreichen der K.o.-Runde der Europa League im Verfolgerduell mit 1899 Hoffenheim (24) nicht über ein 0:0 hinaus. Titelverteidiger VfL Wolfsburg (23) musste sich gegen Aufsteiger SC Freiburg mit einem 2:2 (1:1) zufrieden geben. Am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) kann Schalke 04 (25) mit einem Heimsieg gegen Schlusslicht Hertha BSC Berlin den Rückstand auf Spitzenreiter Leverkusen auf drei Punkte verkürzen.

Keinen Weg aus dem Tabellenkeller findet der VfB Stuttgart. Die Schwaben kamen gegen den VfL Bochum nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und sind in der Bundesliga seit acht Spielen ohne Sieg. Immerhin verbesserte sich die Mannschaft des umstrittenen Trainers Markus Babbel auf den Relegationsplatz 16, weil der 1. FC Nürnberg bei Borussia Dortmund mit 0:4 (0:3) unter die Räder geriet. Eintracht Frankfurt bezwang den FSV Mainz 05 im Derby 2:0 (1:0) und rangiert mit 22 Punkten weiter im Mittelfeld.

Wolfsburg durfte sich bei Youngster Fabian Johnson bedanken, dass am Ende wenigstens ein Punkt heraussprang. Sein Ausgleich in der 81. Minute verhinderte die vierte Heimniederlage der „Wölfe“, die durch Mohamadou Idrissou (19.) aus abseitsverdächtiger Position und einen fragwürdigen Elfmeter, den Ivica Banovic sicher verwandelte (51.), zweimal in Rückstand geraten waren. Den ersten Ausgleich fabrizierte Felix Bastians mit einem Eigentor (27.).

In Stuttgart gingen die Fans schon vor dem Spiel auf die Barrikaden und blockierten die Anfahrt des VfB-Mannschafsbusses zum Stadion. Nach dem Führungstreffer durch Serdar Tasci (63.) durften die Schwaben bis zur 89. Minute auf den Befreiungsschlag hoffen, ehe Christian Fuchs mit einem Freistoß in den Winkel noch den Ausgleich erzielte.

In Dortmund bescherten Kevin Großkreutz (8.), Lucas Barrios mit seinem sechsten Saisontor (13.), Mohamed Zidan (36.) und Mats Hummels (61.) Trainer Jürgen Klopp den 50. Bundesliga-Sieg. Die Westfalen blieben im siebten Spiel in Folge ungeschlagen und nähern sich langsam mit nun 24 Punkten der Spitzengruppe.

Insgesamt sahen 347.488 Zuschauer die bisherigen sechs Begegnungen des Spieltages, was einem hervorragenden Schnitt von 49.641 entspricht. In der Torschützenliste führt weiterhin Stefan Kießling (Bayer Leverkusen) mit zwölf Toren. Am Samstag sah der Bochumer Diego Klimowicz nach einem groben Foulspiel als achter „Sünder“ der Saison die Rote Karte.

sid/jr