Nach dem ebenso deutlichen wie hochverdienten 3:0-Sieg der Spanier im zweiten Halbfinale gegen Russland wissen Bundestrainer Joachim Löw und sein Team, worauf sie sich für das EM-Endspiel am Sonntag einzustellen haben: eine gut aufeinander abgestimmte und spielstarke Mannschaft mit der wahrscheinlich besten Mittelfeld-Besetzung des Turniers. Trotzdem ist das deutsche Nationalteam bei der sechsten EM-Endspielteilnahme nicht chancenlos. Morgenpost Online nennt die wichtigsten Gründe, warum Spanien trotzdem der perfekte deutsche Finalgegner ist:

1. Spanien ähnelt vom Spielstil dem portugiesischen Team. Technisch sehr stark, aber mit Schwächen in der Abwehr. Und Cristiano Ronaldo und Co. wurden im Viertelfinale von Deutschland in den Urlaub geschickt.

2. Mit David Villa fällt der beste spanische Stürmer (mit vier Toren führt er auch die Torschützenliste an) wegen einer Bänderdehnung im linken Knöchel höchst wahrscheinlich für Finale aus. Deutschland hingegen kann in Bestbesetzung auflaufen.
3. Der bisherige EM-Rhythmus spricht für die Deutschen. Nach einer schwachen Vorstellung gegen Österreich überzeugte Löws Team gegen Portugal, nach der durchwachsenen Leistung im Türkei-Spiel müsste gegen Spanien ein souveräner Auftritt folgen.


4. Nach den Eindrücken aus den Halbfinal-Spielen gehen die Spanier als klarer Favorit ins Finale. In der Rolle des Außenseiters fühlten sich die Deutschen schon gegen die Portugiesen, als niemand etwas von ihnen erwartete, pudelwohl.

jr