Doppel-Weltmeister Paul Biedermann hat Papst Benedikt XVI. bei der Audienz am Samstag in der Sommerresidenz in Castel Gandolfo stellvertretend für alle Schwimmer als Geschenk eine Kappe mit dem Logo der WM in Rom und dem eingestickten Namen „Benedikt“ übergeben. Das deutsche Kirchenoberhaupt bedankte sich auf Deutsch bei Biedermann und setzte prompt die Kappe auf.
Biedermann überreichte dem Papst als Geschenk der deutschen Mannschaft zudem ein Polo-Shirt mit den Unterschriften aller WM-Teilnehmer. Der Papst rief die etwa tausend Schwimmer auf, sich für faire Werte im Sport einzusetzen. „Ihr seid Vorbilder für die Jugend“, sagte der Papst.
„Er hat mir gratuliert und mir Glück gewünscht“, sagte der 22 Jahre alte Biedermann. „Auch wenn ich nicht gläubig bin, war es ein ergreifendes Erlebnis. Es war kein Erlebnis des Glaubens, sondern des Sports. Das war zehnmal besser als Gold.“ Nach halbstündiger Audienz ging es zurück nach Rom, wo am Abend wieder Wettkämpfe anstanden.
Der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) war mit zehn Athleten nach Castel Gandolfo gereist. Nicht mit dabei war Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, die am Vormittag ihren Vorlauf über 50 Meter Freistil bestritt. Rekord-Olympiasieger Michael Phelps aus den USA hatte auf den Papst-Besuch verzichtet, da er am Abend über 100 Meter Schmetterling im Finale stand.
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