Drei Bundesliga-Duelle und das Revierderby VfL Bochum gegen Schalke 04 als Schlagerspiel: Das Feld der Fußball-Erstligisten wird sich in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals (22. und 23. September) auf jeden Fall lichten. Abgesehen vom westfälischen Nachbarschaftsduell treffen in den Vergleichen zwischen dem 1. FC Köln und Meister VfL Wolfsburg sowie zwischen Aufsteiger 1. FC Nürnberg und 1899 Hoffenheim Bundesligisten aufeinander. Das ergab die Auslosung mit Inka Grings, Deutschlands Fußballerin des Jahres, als Glücksfee am Samstag in Sinsheim.
VfL-Cheftrainer Marcel Koller kommentierte zufrieden: „Endlich haben wir mal ein Heimspiel. Das wird ein geiles Ding!“ Bochums Vorstandsmitglied Thomas Ernst ergänzte: „Das Los ist natürlich super Klasse, vor allem weil wir ein Heimspiel haben werden.“
Mehr Losglück hätte sich Wolfsburgs Coach Armin Veh gewünscht: „Auf dem Papier hätten wir uns sicher eine angenehmeres Los gewünscht, aber was heißt das schon? Köln ist ein schwerer Gegner, heimstark mit seinem begeisterungsfähigen Publikum im Rücken. Wir nehmen auch den Pokal sehr ernst, wollen dort erfolgreich spielen. Also werden wir hinfahren, um zu gewinnen.“
Rekordpokalsieger Bayern München und Titelverteidiger Werder Bremen zogen jeweils Heimspiele gegen Zweitligisten. Die Münchner empfangen Rot-Weiß Oberhausen, die Bremer den FC St. Pauli. „Inka, du bist ein Schatz“, sagte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer zu dem scheinbar leichten Los und lud Grings direkt in die WM-Arena ein.
Der VfL Osnabrück als einziger Drittligist empfängt den Hamburger SV zum Nordderby. Die beiden Viertligisten bekamen höchst unterschiedliche Lose. Der VfB Lübeck empfängt nach dem Coup gegen Bundesliga-Aufsteiger FSV Mainz 05 nun den VfB Stuttgart. VfB-Cheftrainer Markus Babbel: „Wir wollen ins Pokalfinale einziehen und der Weg nach Berlin führt uns jetzt nach Lübeck. Das ist eine nicht zu unterschätzende, aber machbare Aufgabe.“ Sportdirektor Horst Heldt meinte: „Wir haben schon bei unserem Erstrundenspiel gegen Großaspach gesehen, dass man auch gegen einen Regionalligisten immer hochkonzentriert sein muss, um keine Probleme zu bekommen. Nichtsdestotrotz zählt für uns auch in Lübeck nur das Weiterkommen.“
Regionalligist Eintracht Trier, das mit Trainer Mario Basler den Bundesligisten Hannover 96 ausschaltete, spielt nun gegen Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld. „Ich bin mit dem Los sehr zufrieden“, sagte Basler: „Die Fans hätten sich Bayern München gewünscht. Aber wir haben realistische Chancen, in die dritte Runde einzuziehen, und wenn wir gegen Bielefeld gewonnen haben, sehen wir dann vielleicht die Bayern.“
sid/jr




