Große Ehre für Thomas Müller: Der deutsche Fußball-Nationalspieler ist von einer Jury des Weltverbandes FIFA in den Kreis der drei Spieler aufgenommen worden, aus denen der „beste junge Spieler“ der WM in Südafrika ausgewählt wird. Müller wäre der dritte deutsche Fußballer nach Franz Beckenbauer 1966 und Lukas Podolski 2006, der die Auszeichnung erhält.
„Das freut mich, dass ich dabei bin. Es ist eine kleine Ehre, wenn meine Leistungen so honoriert werden“, sagte Müller am Freitag und ergänzte: „Der WM-Titel wäre mir aber lieber gewesen.“
Die Entscheidung wird nach dem Endspiel zwischen den Niederlanden und Spanien am Sonntag bekannt gegeben. Der Bayern-Shootingstar hat die Chance, am Samstag im Spiel um Platz drei gegen Uruguay in Port Elizabeth nach seiner Gelbsperre im Halbfinale eingesetzt zu werden.
Der 20 Jahre alte Müller hat bisher bei fünf Einsätzen in Südafrika vier Treffer erzielt und drei Tore vorbereitet. Zum ersten Nachwuchs-Star war 1958 der Brasilianer Pele gewählt worden. Neben Müller dürfen sich der Ghanaer Andre Ayew und der Mexikaner Giovani Dos Santos Hoffnungen auf die Auszeichnung machen.
Zu dem 35-köpfigen Kandidatenkreis, der nach dem 1. Januar 1989 geborenen Spieler umfasste, gehörten auch die Deutschen Toni Kroos, Holger Badstuber und Marko Marin. Ermittelt wird der Gewinner in Zusammenarbeit mit einem Sponsor (Hyundai) von der Technischen Studien-Gruppe (TSG) der FIFA. Diese umfasst bekannte Experten, aktuelle oder ehemalige National- oder Verbandstrainer. Leiter der Abteilung Technische Entwicklung ist als Nachfolger des Deutschen Holger Osieck der ehemalige Schweizer Nationalspieler Jean-Paul Brigger.
Berücksichtigt bei der Vergabe des Titels werden zahlreiche Kriterien. Dazu gehören auch Punkte wie „junge und erfrischende Spielweise“, „Kreativität und Inspiration“, „taktische Reife und Effizienz“, „Beliebtheit bei den Fans“, „Vorbildfunktion für Nachwuchsspieler“ und „Fair Play“. Die FIFA hatte versichert, die Kommission werde die Entscheidung „objektiv und verantwortungsbewusst“ treffen, „ohne sich von außen beeinflussen zu lassen“.
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