++++ Niederlande : 1 Stekelenburg (Ajax Amsterdam) – 2 van der Wiel (Ajax Amsterdam), 3 Heitinga (FC Everton), 4 Mathijsen (Hamburger SV), 5 van Bronckhorst (Feyenoord Rotterdam) – 6 van Bommel (Bayern München), 8 de Jong (Manchester City) – 11 Robben (Bayern München),10 Sneijder (Inter Mailand), 7 Kuyt (FC Liverpool) – 9 van Persie (FC Arsenal)

Spanien : 1 Casillas (Real Madrid) – 15 Sergio Ramos (Real Madrid), 3 Piqué (FC Barcelona), 5 Puyol (FC Barcelona), 11 Capdevila (FC Villarreal) – 16 Busquets (FC Barcelona), 14 Xabi Alonso (Real Madrid) – 6 Iniesta (FC Barcelona), 8 Xavi (FC Barcelona), 18 Pedro (FC Barcelona) – 7 Villa (FC Valencia)

Schiedsrichter : Webb (England)

Zuschauer in Johannesburg/Soccer City: 83.548 (ausverkauft) ++++

++++ Der niederländische Nationalspieler Joris Mathijsen sieht erneut Vaterfreuden entgegen . „Ja, es stimmt. Wir bekommen wieder ein Baby“, bestätigte der 30 Jahre alte Bundesliga- Profi des Hamburger SV der „Bild“-Zeitung. Der Nachwuchs wird Mitte August erwartet und soll nach Sohnemann Jens (wird im nächsten Monat 3 Jahre alt) erneut ein Junge werden. ++++

++++ Für den niederländischen Bondscoach Bert van Marwijk spielen die verlorene WM-Endspiele von 1974 und 1978 vor dem Finale keine Rolle mehr. „Wir stehen im Finale, und jetzt will ich das Finale auch gewinnen“ , sagte der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund bei der Abschluss-Pressekonferenz am Samstagabend: „Wichtig ist, dass wir unsere Stärken ausspielen.“ Van Marwijk strich heraus, dass beide Endspielteilnehmer wohl auch deshalb im Finale stehen, weil sie mannschaftlich geschlossen spielen: „Beide gehören zu den besten Teams, und hier liegt die Betonung auf Team.“ Alle seine Spieler seien fit. ++++

++++ Spaniens Nationaltrainer Vicente Del Bosque sieht seine Mannschaft vor dem WM-Finale gegen die Niederlande nicht in der Favoritenrolle . „Beide Teams haben viel Qualität, sehr starke Spieler, fast denselben Stil und stehen verdient im Endspiel“, sagte Del Bosque. „Ich glaube nicht, dass der Unterschied sehr groß ist.“ Auch Torjäger David Villa sieht Parallelen zum Endspielgegner der Seleccion. „Wir erwarten ein holländisches Team, das genau wie wir den Ball kontrollieren und auf Angriff spielen will“, sagte der Stürmerstar. „Wenn wir allerdings auftreten, wie gegen Deutschland, haben wir schon viel gewonnen.“ ++++

++++ Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela hat vor dem Finale der Weltmeisterschaft in seinem Land die Fans im Stadion begrüßt . Unter dem Jubel der knapp 85.000 Zuschauer fuhr der 91-Jährige am Sonntag in Begleitung seiner Frau Graca Machel mit einem Golfwagen auf die Rasenfläche. Mandela – in Pelzmütze und Mantel gegen die winterliche Kälte gewappnet – wurde von Fifa-Präsident Joseph Blatter begrüßt. ++++

++++ Fifa-Präsident Joseph S. Blatter hat ein positives Fazit der WM in Südafrika, der ersten auf dem afrikanischen Kontinent, gezogen. „Es war eine sehr attraktive Weltmeisterschaft, und es war für mich eine sehr emotionale Weltmeisterschaft“, sagte der 74-Jährige in einem Interview mit "5 live's Sportsweek". Zu den leeren Plätzen bei etlichen WM-Spielen, obwohl die meisten Karten verkauft waren, meinte Blatter: „Wir hatten zwar leere Sitze, aber keine leeren Stadien. Es sind 95 Prozent der Karten verkauft worden.“ Die leeren Sitze in den Arenen seien auf nicht verkaufte Hospitality-Tickets zurückzuführen. Angesprochen auf befürchtete Manipulationen im Vorfeld der Weltmeisterschaft meinte der Schweizer nur, das Turnier sei „sauber“ gewesen: „Es gab nicht einen einzigen Alarm wegen möglicher Spielabsprachen, und dieses System wird von Interpol kontrolliert.“ Kritik übte der Chef des Weltverbandes an den afrikanischen WM-Teilnehmern, die teilweise sehr kurzfristig vor der WM ihren Trainer gewechselt hatten. ++++

++++ Das WM-Gastgeberland Südafrika verabschiedet sich von der Welt mit einer rauschenden Show in Johannesburgs Soccer-City-Stadion. Mit einer Viertelstunde Verspätung begann am Sonntag die Abschluss-Sause als Krönung der erfolgreichen 30-tägigen Weltmeisterschaft. Mehr als 500 Millionen TV-Zuschauer in aller Welt sollten eine halbe Stunde lang noch einmal mit Tanz, Gesang und Showeinlagen mitgerissen werden. Auf den Rängen saßen zahlreiche Prominente sowie gekrönte Häupter und Spitzenpolitiker aus zwei Dutzend Ländern, darunter Bundespräsident Christian Wulff (CDU). Im voll besetzten Stadion begann die Veranstaltung mit hereinbrechender Dunkelheit vor einem Meer von orange gekleideten holländischen Fans. Die Niederlande kämpfen am Abend im WM-Finale gegen Spanien um den Fifa-Weltpokal. Die Schlussfeier sollte anders als die Eröffnung von High-Tech- Elementen geprägt sein und „betont jugendlich daher kommen“, hatten die Organisatoren angekündigt. Neben Popstar Shakira („Waka Waka“) traten afrikanische Künstler auf, darunter die mehrfach international ausgezeichnete Vokalgruppe Ladysmith Black Mambazo oder die heimische Pop-Gruppe „Freslyground“. Eine Massen-Choreographie mit 780 Tänzern sollte ein weiterer Höhepunkt sein. ++++

++++ Die Euphorie im Lande des Europameisters Spanien war vor der ersten WM-Endspielteilnahme riesengroß. Zahlreiche VIPs hatten sich für Sonntagabend zum großen Finale gegen die Niederlande angesagt. Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia wurden mit Königin Sofía im Soccer-City-Stadion erwartet, teilten die Organisatoren mit. Zudem hatten sich viele Stars beim Verband nach Eintrittskarten erkundigt. Zu ihnen gehörten Tennis-Ass Rafael Nadal, NBA-Star Pau Gasol, Tenor Placido Domingo und Schmuse-Sänger Julio Iglesias. ++++

++++ Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat der Nationalmannschaft seines Landes für die tollen Leistungen während der WM gedankt. „Diese Spieler haben die Geschichte verändert“, schrieb er in einem Beitrag für die Zeitung „El País“. „Sie haben uns gelehrt, Niederlagen die Stirn zu bieten und den Erfolg zu verarbeiten.“ Die „selección“ habe es geschafft, das ganze Land hinter sich zu bringen. David Villa, Xavi und Co. hätten gezeigt, dass nur der kollektive Einsatz zum Erfolg führe. „Kein Spieler ist so gut wie alle zusammen“, zitierte Zapatero Fußball-Legende Alfredo Di Stéfano. Die Nationalmannschaft habe dazu beigetragen, die Stimmung in dem Krisenland zu heben. Egal, wie das Finale gegen die Niederlande ausgehe: „Jeder dieser Spieler hat unsere Herzen erobert.“ Zapatero wird bei dem Endspiel nicht im Soccer-City-Stadion von Johannesburg dabei sein. Für Spanien werden Königin Sofía, Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia auf der Tribüne sitzen.

++++ Die niederländischen Fans sitzen rund um das WM-Finale gegen Spanien auf dem Trockenen . Um mögliche Krawalle in Holland zu verhindern, wurde für Sonntag und Dienstag ein landesweites Alkoholverbot in Kraft gesetzt. Auf allen öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen, Zügen, anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Nach dem Halbfinal-Erfolg der Niederlande gegen Uruguay am Dienstag (3:2) hatte es in vielen Städten Ausschreitungen zumeist alkoholisierter Jugendlicher gegeben. ++++

++++ Die erste WM auf afrikanischem Boden war wegen ihrer guten organisatorischen Durchführung von der Fifa wiederholt gelobt worden. Das Finale wird nach Meteorologen-Angaben erneut von einem Kälteeinbruch begleitet werden, der in den Höhenlagen der Ostkap- Provinz auch Schnee mit sich bringen kann. Die WM fand im Winter der Süd-Halbkugel statt. ++++

++++ Laut Medienberichten wird am WM-Finale ein Großaufgebot an VIPs teilnehmen, darunter Spaniens Königin Sofía oder der deutsche Bundespräsident Christian Wulff (CDU). Auch Hollywood-Größen wie Morgan Freeman, Leonardo Di Caprio und Charlize Theron werden erwartet. Der WM-Abschluss findet unter verschärften Sicherheitsbestimmungen statt. Das Gelände um das Soccer-City-Stadion wird am Sonntag weiträumig abgesperrt. ++++

++++ Zahlreiche Hausbootbesitzer in Amsterdam hofften auf eine Niederlage der Niederlande im WM-Finale. Dann würde die Elftal nämlich nach ihrer Rückkehr in die Heimat die geplante Grachtenrundfahrt ausfallen lassen. Ein Empfang würde es dann nur auf dem Museumsplein geben. Viele Wohnbootbesitzer denken mit Schrecken an das Jahr 1988 zurück, als die Elftal Europameister wurde und erstmals eine Grachtentour unternahm. Damals standen Hunderttausende Fans an den Ufern, stürmten in ihrer Begeisterung auch die Hausboote. Zahlreiche Boote kenterten und gingen unter. Die Besitzer verloren ihren gesamten Hausrat. Aus Vorsorge haben einige Bootsbesitzer zum Schutz ihres Eigentums bereits Sicherheitsfirmen und Bodyguards engagiert. ++++

++++ Wenige Stunden vor dem WM-Finale Niederlande gegen Spanien hat die Stadt Amsterdam die Oranje-Fans im Rest des Landes aufgerufen, nicht in die Metropole zu kommen . Teile des weltberühmten Grachtengürtels sowie die größte Fanmeile der Niederlande vor dem Amsterdamer Reichsmuseum könnten keine weiteren Besucher aufnehmen, warnten die Behörden. In der kleinen Weltstadt mit knapp 800000 Einwohnern wurde zum WM-Finale mit mehreren Hunderttausend Besuchern gerechnet. Ungeachtet der Behördenwarnung saßen nach Angaben der Bahn noch Tausende Menschen in Zügen nach Amsterdam. ++++

++++ Unerschrocken und selbstbewusst reagieren holländische WM-Fans auf die Aufregung um die Oberhausener Orakel-Krake Paul , die ihrem Finalgegner Spanien den Sieg vorhersagte. Wenige Stunden vor dem Anpfiff des WM-Endspiels in Johannesburgs strömten die holländischen Schlachtenbummler mit orangenen Mützen durch die Tore, auf denen Plüschversionen des Tintenfisches thronten. „Wir haben unseren eigenen Paul, und der sagt uns den Sieg voraus“, erklärte einer der Fans zuversichtlich. ++++

++++ Pop-Ikone Shakira setzt vor dem WM-Finale in Südafrika auf die Vorhersage des mittlerweile weltbekannten Tentakel-Orakels Paul . Spanien sei im Finale gegen die Niederlande am Sonntag ihr Favorit, obwohl beide Teams stark seien: „Als spanischsprachige Lateinamerikanerin habe ich da in gewisser Weise eine moralische Verpflichtung, wen ich unterstütze“, meinte die Kolumbianerin. Krake Paul hatte auf Spanien als WM-Sieger getippt. Im Fifa-Interview betonte Shakira: „Ich würde es nicht wagen, das Ergebnis vorherzusagen, aber ich denke, man muss der Krake einfach glauben; was immer Paul also auch sagt, ich werde ihm folgen!“ ++++

++++ Südafrikas Nationalheld Nelson Mandela kommt vor dem Finale der Weltmeisterschaft zu einer kurzen Stippvisite ins Johannesburger Soccer City-Stadion. Das teilte sein Enkel Mandla am Sonntag der Nachrichtenagentur AP mit. Mandela wolle eine kurze Grußbotschaft an die Fans richten und danach die Partie zwischen Spanien und den Niederlanden zu Hause am Fernseher verfolgen. Mandelas Familie hatte es bis zuletzt von der Tagesform des Friedens-Nobelpreisträgers abhängig gemacht, ob er erscheinen würde. Mandela hatte seine Teilnahme an der WM-Eröffnung aus Trauer über den Unfalltod seiner Urenkelin abgesagt. Er hatte wesentlichen Anteil daran, dass Südafrika als erstes afrikanisches Land die Fußball-WM ausrichten konnte. ++++

++++ Shakira wird gemeinsam mit zahlreichen anderen Künstlern die halbstündige Abschlussfeier in Johannesburg gestalten. Anschließend wird Italiens Kapitän Fabio Cannavaro den WM-Pokal an den Spielfeldrand tragen , teilte die Fifa. Der Ex-Profi von Juventus Turin hatte als Spielführer der Azzurri den Pokal vor vier Jahren beim WM-Triumph der Italiener in Berlin in Empfang nehmen dürfen. Wer die Trophäe nach dem Endspiel an den Sieger 2010 übergibt, ist weiter offen. Fifa-Präsident Joseph Blatter hatte bestätigt, dass er eventuell mit Nelson Mandela die Zeremonie vornimmt, sofern Südafrikas Volksheld zum Finale zwischen Spanien und den Niederlanden ins Soccer City-Stadion kommen kann. ++++

++++ Weltweit mehr als 700 Millionen Zuschauer werden voraussichtlich das Endspiel der WM zwischen Spanien und den Niederlanden am Sonntag verfolgen . Dies teilte die Fifa am Finaltag mit. „Ich glaube, dass die Zuschauerzahl höher als 2006 beim Finale sein wird. Vor vier Jahren waren es 700 Millionen Menschen“, sagte der Direktor der Fifa-Abteilung Fernsehen, Niclas Ericson. In Deutschland war bei der Halbfinal-Übertragung des Duells der DFB-Auswahl gegen Spanien mit 31,1 Millionen Fernsehzuschauern eine Rekordquote erreicht worden. ++++

++++ Ottmar Hitzfeld glaubt im Finale der WM an einen spanischen Sieg gegen die Niederlande. „Spanien ist kreativ das Maß aller Dinge und spielt den schönsten Fußball“ , sagte der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft am Samstag. Hitzfelds Endspiel-Tipp: „Spanien gewinnt 1:0.“ Die Eidgenossen hatten dem Europameister von 2008 im ersten Vorrundenspiel am 16. Juni in Durban mit 1:0 die bislang einzige Niederlage des Turniers beigebracht. Nicht nur die Offensive sei entscheidend, glaubt Hitzfeld: „Auch in der Rückwärtsbewegung ist Spanien sehr gut. Die Spieler verrichten enorm viel Laufarbeit, verhalten sich sehr diszipliniert und ordnen alles dem Teamgedanken und dem Erfolg als Mannschaft unter.“ Ein spanischer Triumph im Finale gegen Holland würde den eigenen 1:0-Sieg „nochmals aufwerten“. ++++

++++ Die Niederlande und Spanien kämpfen bei der WM um den Titel. Das Finale zwischen dem Europameister von 1988 und Europas Champion von 2008 beginnt um 20.30 Uhr im Soccer-City Stadium von Johannesburg. Beide Teams konnten in der 80-jährigen WM-Geschichte noch nie den Titel gewinnen. Für Spanien ist es die erste Endspiel- Teilnahme, die Niederländer verpassten 1974 gegen Deutschland (1:2) und 1978 gegen Argentinien (1:3 n.V.) den großen Triumph. ++++

sid, dpa/fb