Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen hat ihre Australien-Pläne bekräftigt. Geplant ist dabei ein gemeinsames Training mit Lokalmatadorin Jodie Henry. Die 25-Jährige aus Brisbane hatte 2004 in Athen Gold über 100 Meter Freistil gewonnen. „Ich stelle mir einen halbjährigen Aufenthalt nach der WM in Rom ab August oder September vor. Dabei gibt es aber noch viele Fragezeichen, da ist eine Menge zu klären“, sagte Steffen am Mittwochabend am Rande des Champions-League-Spiels zwischen dem deutschen Eishockey-Meister Eisbären Berlin und Metallurg Magnitogorsk.

"Jodie Henry wird mein Anlaufpunkt sein, zu ihr habe ich ein besonderes Verhältnis“, erklärte Steffen. Die Australierin fehlte wegen anhaltender Beckenprobleme bei den Spielen in Peking und hat seitdem das Training auch noch nicht wieder aufgenommen. Die Frage, ob sie ihre Karriere fortsetzen wird, hat Henry bislang ausdrücklich offen gelassen. „Ich würde sie sehr gerne wieder im Becken sehen“, betonte Steffen, die nach Olympia keine größeren Wettkämpfe bestritten hat. Derzeit baut sie ihre Grundlagenausdauer auf, um dann ab dem Frühjahr die WM-Vorbereitung aufzunehmen.

Zur aktuellen Situation im deutschen Schwimmsport nach Peking äußerte sich Steffen zurückhaltend. „Ich hatte zuletzt wenig Kontakt, um das genau beurteilen zu können. Was ich gehört habe, klingt positiv“, meinte sie. Allerdings seien personelle Fragen aus ihrer Sicht erst spät geregelt worden. „Wo die Stützpunkte sind, ist ja endlich klar. Aber wer dort die Trainer sein werden, das hätte man früher klären sollen. Wenn man damit erst fünf Monate nach den Peking-Spielen anfängt, dann droht die Gefahr, dass zwischendurch einiges auf der Strecke bleibt“, sagte Steffen.

dpa