Nun also Marko Pantelic (30). Wieder meldet sich ein Fußball-Profi zu Wort und jammert. Wie zuvor schon Kevin Kuranyi, Torsten Frings und Michael Ballack fordert auch der Torjäger von Hertha BSC mehr Respekt. In der neuesten Ausgabe der Sportbild spricht Pantelic darüber, wie er bei Hertha leidet. Unter Trainer Lucien Favre: „Ich habe das Gefühl, dass ich vom ersten Tag an nicht der Lieblingsspieler vom Trainer war. Ich habe mich dennoch durchgebissen und 13 Tore gemacht.“
Der Serbe wirft seinem Vorgesetzten vor, ihn, Pantelic, nicht genug zu würdigen. „Ich respektiere den Trainer. Aber ich würde mir wünschen, dass er auch meine Leistungen respektiert.“ Favre sei für seine Situation mitverantwortlich. „Ich habe die Schnauze richtig voll... Ich habe das Gefühl, dass bei Hertha ein mieses Spiel mit mir betrieben wird.“
Pantelic findet, dass alle Klischees, die über ihn im Umlauf sind, falsch seien. „Nein, nein, ich bin kein Egoist.“ Oder „Ich habe nie versucht, eine Diva zu sein. Ich weine nicht, ich kämpfe. Ich will das Beste für die Mannschaft. Ich fordere keine Elfmeter. Ich bin ein Gentleman. Wenn ein Gentleman eine Diva sein soll, kann ich damit leben.“
Gut kommt in dem Interview nur einer von Hertha weg, der Manager: „Dieter Hoeneß hat einen starken Charakter. Er ist aber auch ein Mensch und macht Fehler. Ich kann mir Hertha ohne ihn nicht vorstellen.“
Für Arne Friedrich hat Pantelic einen Seitenhieb parat. Hertha will dem Kapitän eine Vertragsverlängerung mit einem Jahresgehalt von 3,9 Millionen Euro schmackhaft machen. Pantelic: „Sein Vertrag ist Privatsache. Ganz normal wäre es doch, dass der Topstürmer einen besseren Vertrag hat als der Verteidiger. Wie in jedem anderen Verein.“
Seine Zukunft sieht Pantelic so: Hertha habe sein Gehalt zwischen 2005 und 2009 festgelegt. Eine Aufstockung habe es nicht gegeben. Für den nächsten Vertrag gelte: „Jetzt muss Hertha verstehen, dass sie nicht mehr den Preis bestimmen können. Sie müssen akzeptieren, was ich will. Oder nicht. Dann muss ich halt gehen.“ Pantelic ist 30, Hertha sein elfter Klub. Das Fußballgeschäft hat er immer noch nicht verstanden.





