Kanu-Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin trug bei der Schlussfeier der Sommerspiele von Peking am Sonntagabend (Ortszeit) die deutsche Fahne. Sie werde eine rund 350-köpfige deutsche Mannschaft anführen, gab der DOSB bekannt. „Ich fühle mich sehr geehrt“, sagte die 30-jährige Wagner-Augustin, die Deutschlands zweiterfolgreichste Kanutin nach Birgit Fischer ist. Die 30-jährige Potsdamerin hatte am Freitag mit dem Kajak-Vierer die Goldmedaille gewonnen, am Samstag steuerte sie mit Bronze ihre erste olympische Medaille im Einer bei. „Das macht die Spiele für mich perfekt“, sagte die Sportsoldatin.
In der Öffentlichkeit war Gewichtheber-Olympiasieger Matthias Steiner als Fahnenträger favorisiert worden. Doch der DOSB entschied, eine Vertreterin aus dem erfolgreichsten deutschen Fachverband in Peking auszuwählen. Steiner hatte die Goldmedaille im Schwergewicht gewonnen und seinen Sieg seiner 2007 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Frau gewidmet. Der geborene Österreicher errang damit die Sympathien der Öffentlichkeit und wurde damit zu einem der bekanntesten deutschen Sportler der Olympischen Spiele von Peking.
Mit seiner Entscheidung sorgt das DOSB wieder für Diskussionen. Weniger in der Öffentlichkeit als unter den Sportlern war auch der Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier umstritten. Basketball-Star Dirk Nowitzki trug die deutschen Fahne ins Station. Er ist zwar Deutschlands derzeit wohl erfolgreichster Sportler, doch ging die deutsche Basketball-Mannschaft nur als Außenseiter in die Spiele. Nowitzki selbst hat noch keine olympische Medaille gewonnen.
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