Die französische Schwimm-Olympiasiegerin Laure Manaudou ist von ihrem Verein Turin LaPresse aus disziplinarischen Gründen rausgeworfen worden. Das teilte ein Sprecher des Klubs mit. „Laure Manaudou ist wegen ihres Verhaltens bei den Open de Paris am Wochenende ausgeschlossen worden“, hieß es in einer Mitteilung.

Die erst vor drei Monaten spektakulär nach Italien gewechselte Doppel-Weltmeisterin hatte bei dem Wettkampf wegen der Anwesenheit französischer Ex-Kolleginnen im Becken ihre Teilnahme am gemeinsamen Aufwärmprogramm und später auch an den Staffeln verweigert. „Sie kann zurückkommen, wenn sie versteht, was sie getan hat und sich sowohl bei ihrem Trainer Paolo Penso als auch bei dem französischen Team entschuldigt. Ich sehe die Chancen dafür aber nur bei eins zu einer Million“, sagte Turins Präsident Marco Durante.

Penso hatte bereits vor der Entscheidung seines Vereins die Einstellung der 20 Jahre alten Freistil-Spezialistin scharf kritisiert. „Wenn Laure hart arbeiten will, kann ich sie zu großen Leistungen führen. Aber sie ist nicht bereit, hart zu arbeiten“, sagte Penso der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe".

Manaudou hatte im Mai mit ihrem Wechsel auf den Apennin für Aufregung gesorgt, als sie sich von ihrem langjährigen Trainer Philippe Lucas trennte und Frankreich verließ. Die Weltklasse-Athletin wollte näher bei ihrem Freund Luca Marin aus Italiens Schwimm-Nationalteam leben.

sid/tsch