Die Berlinerin Ulrike Schümann und ihre Yngling-Crew haben im Kampf um Edelmetall bei den olympischen Segelregatten in Qingdao einen weiteren Rückschlag erlitten und müssen den angestrebten Podiumsplatzt fast schon abschreiben. Die dreimalige Vize-Weltmeisterin kam in der fünften von insgesamt zehn Wettfahrten vor dem abschließenden Medaillenrennen nur auf Rang elf und fiel in der Gesamtwertung vom neunten auf den zwölften Platz zurück. „Ich glaube, ich wechsle die Sportart und mache Fußball oder sowas. Momentan bin ich einfach nur traurig und frustriert“, meinte die Steuerfrau.Die Führung übernahmen die Niederländerinnen um Steuerfrau Mandy Mulder.
Nach ihren durchwachsenen Ergebnissen zum Auftakt am Sonntag haben aber die Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt (Hamburg/Kiel) bei den Segelregatten Kurs in Richtung Medaille genommen. Mit den Rängen sechs, drei und zwei in den Wettfahrten am Montag verbesserten sich die EM-Zweiten von 2007 auf Platz vier der Gesamtwertung. In Führung liegen die Australier Nathan Outteridge/Ben Austin.
Im Finn-Dinghy muss sich der zweimalige Olympiasieger Ben Ainslie trotz zweier Rennsiege vorerst mit dem zweiten Platz der Gesamtwertung begnügen. Nach vier Wettfahrten führt der US-Amerikaner Zach Railey. Der DSV ist in den Regatten der Einmannjolle mit keinem Starter vertreten.
Am Montag stehen im Yngling und Finn jeweils zwei und im 49er drei weitere Wettfahrten auf dem Programm. Zudem greifen die zweimaligen 470er-Europameisterinnen Steffi Rothweiler/Vivien Kussatz (München/Berlin) erstmals ins Geschehen ein. „Wir wollen so weit wie möglich nach vorn kommen. Beim zweiten Mal wird alles besser“, sagt Steuerfrau Rothweiler, für die ihr Olympia-Debüt vor vier Jahren in Athen vom Streit mit ihrer damaligen Vorschoterin Monika Leu geprägt war und auf dem enttäuschenden 15. Platz endete.
Ohne deutsche Beteiligung finden am Montag die Surf-Konkurrenzen der Frauen und Männer sowie die Rennserie im 470er der Männer ihren Auftakt.
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