Die Emotionen waren greifbar. Jedem Ball gingen die Spieler nach, als sei sein Besitz in diesem einen Moment schon der entscheidende in der ganzen Serie. Hitziger als im ersten Duell gestaltete sich das zweite Aufeinandertreffen von Alba Berlin und den Bamberg Baskets. Die Hauptstädter bekamen genau das, was sie im Halbfinale der Basketball Bundesliga (BBL) erwartet hatten.
Vor den 6833 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle änderte das aber nichts an der Tendenz des Spiels. Der Zweite der Hauptrunde schlug den Dritten erneut. Mit 85:71 (46:38) gewann Alba die intensive Partie und feierte den vierten Erfolg hintereinander. Damit steht es 2:0 in der „Best of five“-Serie, die am Donnerstag in Bamberg fortgesetzt wird. „Ich bin sehr glücklich damit, wie wir die ersten beiden Partien gespielt haben. Aber der Job ist noch nicht erledigt“, so Point Guard Martin Hermannsson.
Alba Berlin erlebt einen Meilenstein von Mattisseck
Nach der starken Darbietung zum Auftakt (105:86) rechnete das Team von Trainer Pedro Calles mit einer Antwort der Franken. Für diese wirkte die herbe Niederlage zunächst wie ein Ausrutscher. Seit Monaten hatte es das nicht mehr gegeben. Umso interessanter war, wie sich eine solche Erfahrung nun auswirken würde.
Klar wurde schnell, dass die Berliner bei ihrem Gegner eine Wut erzeugt hatten. Alba spürte sofort, dass Bamberg diesmal ein anderes Tempo anschlug. Ganz ohne Rücksicht auf den Meilenstein von Jonas Mattisseck. Der Kapitän absolvierte sein 478. Spiel für den Klub und kürte sich damit zum Profi mit den drittmeisten Partien in der Vereinshistorie.
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Dazu passend eröffnete der Shooting Guard mit dem ersten Dreier die Partie. Die allgemein sichere Hand aus der Distanz war einer der Gründe, weshalb die Berliner meist vorn lagen. Obwohl die Gäste viel Druck auf die ballführenden Spieler ausübten. Doch Alba fand immer wieder Wege, nutzte auch die vielen Freiwürfe konsequent. Das machte einen wichtigen Unterschied aus.
Alba Berlin bleibt ruhig in hektischer Partie
Auf der anderen Seite verteidigte Alba erneut sehr aggressiv. Bamberg kam nur selten zu guten Abschlüssen aus der Distanz. Vor allem aber ließen sich die Berliner kaum aus der Ruhe bringen durch das harte Einsteigen der Franken. Das verursachte zwar oft hektische Momente, in denen behielt jedoch Routinier Martin Hermannsson den Überblick. Was wichtig war, da Bamberg diesmal dranblieb.
Zumindest bis zum Ende des dritten Viertels. Die Berliner kontrollierten das kämpferische Spiel stetig besser, zwangen den Gegner zu Fehlern und enteilten auf 75:55 (32.). „Es war sehr wichtig, die Leistung zu wiederholen. Das ist nie leicht“, sagte Mattisseck. Bamberg konnte seinen gewohnten Stil nicht durchsetzen und verzweifelte daran. Zwei Niederlagen in Folge gab es für das beste Rückrundenteam zuletzt Anfang Januar.



