Seit ein paar Tagen ist der Blick auf bestimmte Teams in der Basketball Bundesliga (BBL) vielleicht noch ein bisschen interessanter als ohnehin. Weil sich besser einschätzen lässt, mit welchen Mitteln die Klubs arbeiten. Denn die Liga veröffentlichte die geplanten Budgets für diese Saison. Wenig überraschend liegt Bayern München weit vor dem Rest mit einem Etat von fast 50 Millionen Euro.
Rein auf diese Zahlen bezogen trafen am Sonnabend in der Uber Arena die Nummer zwei und die Nummer drei der BBL aufeinander. Alba Berlin (11,5) empfing Ulm (9,2), wobei sich das sportlich als das Duell des Fünften mit dem Elften las. In jedem Fall orientierte sich das Resultat letztlich nicht an den Zahlen, die Berliner unterlagen vor 9371 Zuschauern knapp mit 66:67 (46:37). „Wir haben am Ende den Killerinstinkt, den wie zuletzt gezeigt haben, nicht gehabt“, sagte Guard Malte Delow.
Alba Berlin plant mit zwei Millionen Euro Personalkosten weniger
Spannend an den Budgetplanungen ist vor allem, dass Alba nach dem Rückzug aus der Euroleague im Sommer diese Saison mit gut zwei Millionen Euro (4,7) weniger an Personalkosten plant. Mit einem jungen und unerfahrenen Team kommen die Berliner in der BBL sportlich dennoch gut zurecht. Obwohl das Ende der starken Siegesserie ausgerechnet beim Letzten in Hamburg in der Vorwoche genau jenem Mangel an Routine zuzuschreiben war.
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In der Champions League zeigte Alba, dass man das weggesteckt hat. In der BBL sollte dies nun ebenfalls klargestellt werden. Gegen ein Team, das unter den Erwartungen bleibt bisher, aber in Berlin einen guten Start erwischte. Die Gastgeber gerieten schnell in großen Rückstand (1:12/4.). Doch Alba konnte mit guter Defensive und ordentlichen Wurfquoten zum Ende des ersten Viertels die Führung übernehmen und diese bis auf zehn Punkte ausbauen (43:33/18.).
Nachlassende Intensität auf der einen Seite und Hartnäckigkeit auf der anderen ließen die Führung aber erneut wechseln und mündeten in einen engen Schlussabschnitt. Der wurde zum Nervenspiel, erst in den letzten Sekunden fiel die Entscheidung – gegen die Berliner, als Jack Kayil den letzten Wurf an den Ring setzte. „Wir waren nicht hart genug dran, sind weggewichen. Jeder hat heute ein paar Sachen, die er besser machen kann“, so Delow, dessen Team einiges aus der unnötigen Niederlage lernen kann.



