– Zu den einfacheren Übungen im Basketball gehört normalerweise der Einwurf. Alba Berlin wird diesen Teil des Spiels aber vermutlich in der nächsten Zeit verschärft trainieren. Denn im Eurocup bei Le Mans Sarthe hätte die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic beinahe einen scheinbar sicheren Sieg verschenkt, weil genau diese Übung misslang. Fünf Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit kamen die Franzosen so noch einmal in Ballbesitz und glichen zum 72:72 aus. Doch in der Verlängerung bewies Alba Kampfgeist und Nervenstärke und gewann 88:84.

Die Gäste hatten den besseren Start, kontrollierten den Rhythmus. Aber Le Mans eroberte viele Offensivrebounds und kam zu zweiten, dritten, einmal gar einer fünften Wurfchance, die zur 32:29-Führung für Le Mans führte. Die Berliner ließen sich nicht abschütteln, fanden ihr Spiel und lagen durch zwei Dreier von Alex King und Dragan Milosavljevic erstmals wieder 48:45 vorn.

Diesen Vorsprung bauten sie scheinbar beruhigend auf bis zu acht Punkte im Schlussabschnitt aus, ehe sich diesmal die Franzosen zurückkämpften und durch die eingangs beschriebene Szene tatsächlich eine Siegchance erhielten.

In der Verlängerung schieden King, Milosavljevic (17 Punkte) und Jordan Taylor (16/9 Assists) mit ihren fünften Fouls aus. Doch jetzt traf plötzlich Niels Giffey aus der Distanz, Will Cherry verwandelte vier Freiwürfe, und Alba erlebte doch sein Happy End.

BM