Die Stimmung in der O2 World war so, wie sie im Play-off um die Deutsche Meisterschaft sein soll – großartig. Gut 12.000 Zuschauer feierten ihre Mannschaft, als hätte sie bereits den ersehnten Titel gewonnen. Dabei hat die Mannschaft von Trainer Sasa Obradovic nur einen ersten Schritt gemacht. Nach dem 87:77 (42:40) gegen die EWE Baskets Oldenburg, dem dritten Sieg im dritten Spiel der Viertelfinal-Serie nach dem Modus „Best of five“, stehen die Berliner in der Vorschlussrunde. Nationalspieler Niels Giffey (elf Punkte), einer der Aktivposten in seinem Team, sagte: „Unsere bessere Konzentration und die tiefere Bank haben den Ausschlag gegeben. Der Gegner im Halbfinale ist uns egal.“
Ob Titelverteidiger Bayern München oder die Skyliners Frankfurt, wer auch immer: Man darf vermuten, dass er den Berlinern mehr Probleme bereiten wird. Oldenburg war arg geschwächt; erneut fielen vier Spieler wegen Verletzungen aus. Dass die Norddeutschen trotzdem fast drei Viertel gut mithielten, spricht für ihre Einstellung. Aber auch dafür, dass Alba längst nicht in der Form ist, in der man Meister werden kann. „Es ist schwer gegen so einen Gegner“, erklärte Trainer Obradovic, „weil alle denken, du hast schon gewonnen, bevor das Spiel begonnen hat.“
Wie in den ersten beiden Partien der Serie hatte Oldenburg einen guten Start und ließ sich nicht so leicht abschütteln. Bei Alba quälte sich Jamel McLean mit einer Fersenverletzung. Auch Reggie Redding wirkte anfangs, als finde er nicht seinen Rhythmus. Aber die höhere Zahl an Spielern und die bessere Qualität setzte sich doch durch. Zwei Minuten vor Schluss beim 81:65 war die Entscheidung gefallen. Sportdirektor Mithat Demirel sagte: „Wir waren in der ersten Halbzeit zu ungeduldig und haben in der zweiten die Müdigkeit Oldenburgs besser ausgenutzt.“ Dabei taten sich neben Giffey auch Cliff Hammonds (16), Marko Banic und Leon Radosevic (je 12) hervor.




