Basketball

Alba gelingt im Schlussspurt Revanche gegen Bremerhaven

Alba Berlin hat in der Basketball-Bundesliga eine Auswärtsniederlage nur knapp abwenden können. Der Pokalsieger zitterte sich am Abend zu einem 62:59 bei den Eisbären Bremerhaven.

Foto: Daniel Naupold / dpa

So ein Basketballspiel kann man eigentlich nicht gewinnen. Keiner von 15 Distanzwürfen fand seinen Weg in den Korb des Gegners. Der gewinnt auch noch das Rebound-Duell mit 43:32. Trotzdem hieß am Ende der Sieger vor 9560 Zuschauern in der Arena in Bremen Alba Berlin.

Das Team von Trainer Sasa Obradovic bezwang die Eisbären Bremerhaven 62:59 (32:32), verteidigte Tabellenplatz drei in der Bundesliga und nahm erfolgreich Revanche für die 79:85-Hinspielniederlage.

Danach sah es lange nicht aus. Denn die Eisbären hatten die meiste Zeit des Spiels in Führung gelegen, ihre Gäste sich immer wieder mit viel Energie herangekämpft. Als Bremerhaven das Schlussviertel mit einem 9:0-Punktelauf startete und auf 56:47 davonzog, schien das die Vorentscheidung zu sein. Denn die Berliner haderten mit ihrer schlechten Wurfquote und dem Missverhältnis bei Fouls und Freiwürfen zu ihren Ungunsten. Obradovic hatte sich sogar in der ersten Halbzeit zum wiederholten Mal ein Technisches Foul wegen Reklamierens eingehandelt.

Doch im entscheidenden Moment war Alba da. Mitgerissen von Levon Kendall (17 Punkte/acht Rebounds) und Reggie Redding (15/7, sechs Korbvorlagen) machten die Berliner den Rückstand in den Schlussminuten nicht nur wett, sie übernahmen auch die Führung. Kurioserweise durch Freiwürfe. Neun ihrer letzten elf Punkte erzielten sie auf diese Weise und brachten den wichtigen Sieg nach Hause. Am Dienstag (20 Uhr, O2 World) können sie nun mit etwas mehr Selbstbewusstsein in das Eurocup-Rückspiel gegen Valencia gehen.