Basketball

Alba Berlin erholt sich von seinen Rückschlägen

Der frühere Serienmeister Alba Berlin hat eine Niederlage gerade noch verhindert. Gegen Tübingen setzte sich das Team mit 71:69 durch.

Alba müht sich zu Sieg gegen Tübingen

Die Basketballer von Alba Berlin haben in der Bundesliga gegen die Tigers Tübingen dank einer Steigerung im dritten Viertel knapp mit 71:69 gewonnen. Im Alba-Fantalk kommentieren Spieler die Partie.

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Es war kein optischer Leckerbissen, keinesfalls souverän und am Ende denkbar knapp. Aber unter dem Strich holten die Basketballer von Alba Berlin zwei wichtige Punkte. Sie schlugen die Tigers aus Tübingen vor 7754 Zuschauern in der O2 World 71:69 (32:31).

Es war ganz offensichtlich, dass die Berliner es nicht nur mit den Tübingern zu tun hatten, sondern vor allem mit sich selbst. Die Gäste, mit 21,3 Jahren im Schnitt das jüngste Team der Liga (Alba: 26,3), spielten ungestüm auf und das Team von Sasa Obradovic wollte es nach den herben Niederlagen in Kaunas und Oldenburg zuvor besonders gut machen.

Aber der Wille stand dem erhofften Frustabbau noch oft im Weg. Die Zahl der Ballverluste überstieg bis ins zweite Viertel hinein die der erzielten Körbe.

„Wir waren anfangs sehr verunsichert“, gab Yassin Idbihi zu. Als er und sein Team mit 16:23 (15.) zurücklagen, hatten sie in ihrem Übereifer bereits elfmal den Ball verloren. Dass Albas Team kämpfte, war daran zu sehen, dass es bei den Rebounds überlegen war, obwohl die Tigers mit Kenny Frease angereist waren.

Der US-Center ist mit 2,11 m zwar nicht der größte Spieler der Liga, aber mit 130 kg locker der schwerste. Vor allem die zahlreichen eigenen Fehlwürfe pflückten die Hausherren vom gegnerischen Brett, womit sie sich nicht nur zweite Chancen erarbeiteten, sondern Stück für Stück auch mehr Selbstvertrauen. Und so kam Mitte des zweiten Viertel vermehrt so etwas wie Spielfluss auf.

Beim Stand von 19:25 gingen die Berliner mit einer 10:0-Serie durch Sven Schultze, Deon Thompson und DaShaun Wood erstmals etwas deutlicher in Führung (29:25/18.), aber Tübingen war noch Spiel – mit 32:31 zur Halbzeit.

Immer auf und ab

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte sich Alba gleich auf 42:33 ab, machte sich dann aber in nur wenigen Sekunden das Leben mit den nächsten Ballverlusten selbst wieder schwer, Tübingen kam auf 42:39 (26.) heran. In der ersten Halbzeit war es Oldie Sven Schultze (34) gewesen, der das Spiel seines Teams stabilisiert hatte.

Jetzt verschaffte Nihad Djedovic mit neun Punkten in Folge seiner Mannschaft Luft. Yassin Idbihi erhöhte auf 53:39 (29.) – es schien, als hätte sich Albas Team den Frust von der Seele gekämpft.

Schien, denn es wurde schnell deutlich, wie fragil das Zutrauen in die eigene Stärke derzeit ist. In der letzten Minute wurde es noch mal richtig brenzlig. 67:65, 69:67, 71:69 – in acht Sekunden verwarf DaShaun Wood, an sich mit 16 Punkten Albas erfolgreichster Werfer, zwei Freiwürfe. Der Not-Dreier von Tübingens Reggie Redding tanzte auf dem Ring – erst dann Alba atmete durch.

„Wir haben gewonnen, das ist das Wichtigste“, sagte Idbihi sichtlich erleichtert. „Egal, wie. Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Form zu finden, die wir vor zwei Wochen hatten.“ Besser wär’s. Kommenden Sonntag reist Alba zu Bayern München.