„Istanbul ist nicht Braunschweig“, sagt Albas Coach auf die Frage, was er von seiner Mannschaft beim Europaliga-Spiel am Freitagabend bei Anadolu Efes Istanbul (19 Uhr, Sport1+, www.sport1.de) erwarte. Sein Team hatte sich nach einer Serie von fünf Niederlagen in Folge gegen Braunschweig mit einem Kantersieg zurückgemeldet. Dass sich jetzt der Aufwärtstrend mit einem Erfolg am Bosporus fortsetze, sei allerdings nicht unbedingt zu erwarten. „Wir müssen realistisch sein“, erklärt Sasa Obradovic. Das seien die Top 16 der Euroleague, „die besten Verteidiger, die besten Werfer, die kreativsten Spieler.“

Und im Falle des Teams von Efes die besten Balldiebe. Keine Mannschaft nimmt den Gegnern in Europas Beletage öfter den Ball ab (8,3 Steals pro Spiel). Und wenn der Ball dann erst mal in den eigenen Händen ist, weiß das Team auch, etwas damit anzufangen. Die Trefferquote bei den Dreiern (40,4 Prozent) ist die zweitbeste der Liga (Alba: 32,0%).

Dass Obradovic angesichts dieser Statistik fordert, „unser eigenes Spiel besser kontrollieren, die Ballverluste zu reduzieren und Efes nicht zu viele leichte Chancen geben“, ist nicht verwunderlich. Das Spiel sei „ein guter Test, um zu sehen, wie weit wir schon wieder aus dem Leistungsloch, in das wir im Dezember gefallen sind, herausgekommen sind.“

Personelle Lage hat sich bei Alba entspannt

Fundamentale Sachen sollen wieder besser funktionieren, besser reagieren und mithalten soll sein Team, fordert Albas Trainer, auch wenn es erneut auf ein Starensemble trifft. So gewannen die beiden Efes-Guards Jordan Farmar und Sasha Vujacic beispielsweise mit den Los Angeles Lakers 2009 und 2010 die NBA-Championship.

Die personelle Lage bei Alba hat sich indes entspannt. Die Achillessehnenprobleme von Nihad Djedovic, der gegen Braunschweig groß aufspielte, scheinen unter Kontrolle. Zudem hatte Alba seit Sonntag Zeit, Je'Kel Foster weiter zu integrieren. Besser reagieren, mithalten und überraschend gewinnen? Obradovic wäre es sicherlich recht.

TheBre