Dass am vergangenen Mittwoch die Serie von zwölf Bundesliga-Siegen in Ulm so sang- und klanglos gerissen war, muss den Basketballern von Alba Berlin doch schwer im Magen gelegen haben. Sie nutzten das Gastspiel in Tübingen zum Frustabbau und fegten dort die Gastgeber, die seit drei Monaten zu Hause nicht mehr verloren hatten, mit 91:62 aus der Halle. Sollte die Gala im Schwäbischen der erneute Auftakt zu einem Dutzend Siegen am Stück gewesen sein, wäre Alba am Ende dieser neuerlichen Serie Meister. Denn es stehen in der Hauptrunde nur noch zwei Spiele an, am kommenden Sonntag beim Liga-Primus in Bamberg (14.45 Uhr) und am darauf folgenden Sonnabend in der O2 World gegen die Phantoms aus Braunschweig.
Schon angesichts des Gastspiels bei den selbst ernannten „Alba-Killern“ in Franken am Wochenende verbietet es sich, von einer erneuten Siegesserie oder gar der Meisterschaft zu träumen. Aber zumindest ist der Ulm-Schaden repariert und etwas Schwung für das Bamberg-Spiel geholt worden. „Der Trainer hatte nach dem Spiel lange mit uns geredet, individuell und auch in den Team-Sitzungen“, erklärt Heiko Schaffartzik, was zwischen Ulm und Tübingen passiert war. Nach vorn blickend sagt Albas Spielmacher: „Bamberg ist zwar schon eines der härtesten Pflaster der Liga, aber wir fahren dahin, um zu gewinnen“.
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