Eurocup

Alba startet mit Niederlage in die Zwischenrunde

Der deutsche Vizemeister unterlag am Dienstagabend bei Benetton Treviso mit 64:72 (31:44) und kassierte im zwölften Spiel die elfte Niederlage gegen die Italiener. Durch die Pleite setzte Alba seinen schwachen Start ins neue Jahr mit bereits drei Pflichtspielniederlagen fort.

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Es bleibt dabei: Für das Basketball-Team von Alba Berlin gibt es gegen Benetton Treviso nichts zu holen. Es war das elfte Duell gegen die Italiener und es setzte die zehnte Niederlage. Alba verlor zum Auftakt der Zwischenrunde des Eurocups erneut 64:72 (31:44).

Alba startete verheißungsvoll, so stark, dass sich die Hoffnung von Coach Gordon Herbert zu erfüllen schien, dass in diesem ersten Spiel der Zwischenrunde der „größere psychologische Druck“ vielleicht auf dem Heimteam laste, weil in einer solchen Viererrunde jedes einzelne Spiel so wichtig ist und in der man eigentlich kein Heimspiel verlieren darf“. Bryce Taylor und Torin Francis setzten die ersten Treffer, Heiko Schaffartzik und DaShaun Wood legten jeweils einen Distanzwurf nach – die Berliner führten 12:4 (5.).

Alba verlor zu oft den Ball

Dann allerdings brachte Herberts Team die Gastgeber mit einigen Ballverlusten ein, besser ins Spiel zu finden und die Gastgeber nahmen ihn ihrem Palaverde die Einladung dankend an. Nach einer 0:10-Serie, an der Jeff Viggiano und Trevisos österreichischer Center Benjamin Ortner maßgeblich beteiligt waren, versuchte Albas Trainer mit einer Auszeit den Schaden zu begrenzen. Vergebens: Alba blieb noch weitere knappe zwei Minuten ohne Punkt, lag erst 13:22 (9.), nach dem ersten Viertel dank Kyle Weaver und Wood dann aber nur noch 17:22 zurück. Benetton hatte im Sommer während des Arbeitskampfes in den USA auf NBA-Spieler gesetzt, die dann nach Ende des Lockouts Treviso umgehend verlassen hatten. Die Abtrünnigen waren dann erst kurz vor Weihnachten von Ortner, Viggiano und Jobey Thomas, Marcus Goree ersetzt worden und nutzten dann vorerst auch noch das zweite Viertel gegen Alba, um sich weiter als Team zu finden.

Herbert ließ Center Francis auf der Bank und versuchte mit einer kleineren Aufstellung, das Spiel der Italiener zu stören. Durch zwei Dreier von Weaver und Wood blieb Alba bis zum 23:28 (13.) noch in Reichweite, dann aber häuften sich erneut die Ballverluste und die wurden wie schon zuvor bestraft. Benetton zeigte bis zur Pause einen starken Mix aus Distanzwürfen und Aktionen nahe dem Korb, dem die Berliner weder in der Verteidigung noch im Angriff etwas entgegen zu setzen hatte. Es blieb ihnen nur, den 16-Punkte-Rückstand (26:40/19.) etwas zu minimieren – 31:44 zur Halbzeit.

Nach der Pause wurde es besser

Es kam eine andere Alba-Mannschaft aus der Kabine, eine die jetzt bissiger verteidigte, bei den Rebounds energischer zupackte und sich dafür dann auch im der Offense belohnte. Weaver brachte sein Team wieder auf acht Punkte heran (43:51/26.) und der Trevisos Vorsprung schmolz weiter. Marko Simonivic, Wood, Schaffartzik und Taylor brachten ihr Team bis auf 54:57 (30.) heran. Alba war wieder im Spiel, der Tabellenzwölfte der italienischen Lega A, der sich mit 3:3-Siegen für diese Runde qualifiziert hatte (Alba: 5:1), zeigte Wirkung.

Das letzte Viertel war, wie nicht anders zu erwarten, ein zähes Ringen. Beim Stand von 56:60 traf die nächsten Minuten keines der beiden Teams. Treviso legte zuerst die Lähmung ab (56:65/35.), aber Alba erkämpfte sich nochmals die Chance, das eigentlich längst verlorene Spiel doch noch zu kippen. Zwei Minuten vor dem Ende hieß es nur noch 61:65, nach Schaffartziks Dreier eine Minute später 64:69. Es war der Slowene Sani Becirovic, der Albas Träume, mit einem Auswärtssieg in die zweite Runde des Eurocups zu starten, 26 Sekunden vor Schluss mit zwei verwandelten Freiwürfen endgültig beendete. Das 64:72 war nicht der erhoffte Traumstart, aber die Achtpunkte-Differenz lässt für das Rückspiel hoffen.

Nächsten Dienstag (20 Uhr, O2 World kommt erstmal Lokomotiv Kuban nach Berlin, mit einem Sieg im Gepäck, einem eindrucksvollen 81:67 nach Verlängerung daheim im russischen Krasnodar gegen Lietuvos Rytas Vilnius