Direkt nach Abpfiff hatte Ailien Poese „keine Worte zu dem Spiel“ – und machte ihrem Ärger dennoch Luft. „Wir müssen zu zehnt weiterspielen. Für mich war das ein absolut klares Foul. Sie fällt sogar um und ist kurz weg. Also wie das nicht gepfiffen werden kann, das ist mir ein absolutes Rätsel“, sagte die Cheftrainerin von Union Berlin.
Gerade hatte ihr Team mit 1:2 (0:0) gegen Bundesliga-Schlusslicht Carl Zeiss Jena verloren. In Unterzahl, nachdem Jenny Hipp nur wenige Minuten nach ihrer Einwechslung umgestoßen worden war, zu Boden fiel und dabei offenbar kurz das Bewusstsein verlor. Die Mittelfeldspielerin musste auf dem Spielfeld behandelt werden und wurde dann sichtlich benommen vom Platz geführt.
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Wenig später kassierten die Köpenickerinnen nach einem Missverständnis von Amber Tysiak und Torfrau Cara Bösl das 1:2 durch Olivia Alcaide. Diese Niederlage vor 5161 Zuschauern in der Alten Försterei „ist ein richtiger Rückschlag“, sagte Poese. Statt einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen, müssen die Köpenickerinnen weiter auf den ersten Heimsieg in diesem Jahr warten.
Bösl zeigt Unsicherheiten im Tor von Union Berlin
Vor einer Woche, beim Sieg bei der SGS Essen (4:2), „haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, hatte Tysiak in den Tagen vor der Partie offenbart. Dies sollte sich am Sonntag nach Möglichkeit nicht wiederholen. Zumal die Unionerinnen schon beim Achtelfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Jena (0:1) Mitte November vergangenen Jahres vergessen hatten, trotz spielerischer Dominanz aufs Tor zu schießen.
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In dem Moment, als die Unionerinnen direkt vor dem Tor auftauchten, fehlte es an Power im Abschluss. Eileen Campbell köpfte den Ball knapp am Tor vorbei (26.), ehe sie an Gästetorhüterin Jasmin Janning scheiterte (27.).
Heiseler trifft für Union Berlin aus 30 Metern
Ja, Unions Frauen waren überlegen, auch dank Tanja Pawollek. Die polnische Nationalspielerin gab dem Spiel der Berlinerinnen sichtbar mehr Halt. Doch auch der Mittelfeldspielerin fehlte es im entscheidenden Moment an Entschlossenheit. Ihr Kopfball nach einem Freistoß von Kapitänin Lisa Heiseler war für Janning leichte Beute (45.).
Als dann auch noch Hannah Eurlings in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit nach herrlichem Steilpass von Kamber allein vor Janning am Tor vorbeischoss, wurden Erinnerungen an das Pokalspiel wach. Und die Nervosität stieg. Nach katastrophalem Fehler von Torfrau Bösl setzte Haering im Anschluss den Ball nur an die Latte (48.).
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Die kalte Dusche gab es wenig später dennoch. Nachdem Dina Orschmann (52., 57.) und Kamber (59.) vergeben hatten, nutzte Melina Reuter einen Jenaer Konter nach Zuspiel von Haering zum 0:1 (61.). Es brauchte einen Standard, um Union wieder ins Spiel zu bringen.
Wie Heiselers Freistoß aus gut 30 Metern jedoch an allen vorbei zum 1:1 ins Tor fliegen konnte, wird sich wohl nie ergründen lassen (66.). Die eingewechselte Jenny Hipp traf noch die Latte (87.), ehe sie dann verletzt vom Feld musste. Dann kam Alcaide (90.+4).





