Union Berlin hat sich als Siebter der Fußball-Bundesliga für die neue Europa Conference League qualifiziert. Durch ein 2:1 gegen RB Leipzig am letzten Spieltag nehmen die Berliner am neuen Europapokalwettbewerb teil. Nur wo die Spiele gegen die internationale Konkurrenz stattfinden können,. ist völlig offen.

Die Alte Försterei ist nach den Regularien des europäischen Fußball-Verbandes Uefa nicht zugelassen für das Play-off der Conference League, in dem Union Berlin nun antritt. In dieser Runde sind nur Stadien der Uefa-Kategorie 3 zugelassen, die ausschließlich Sitzplätze erlaubt.

Davon ist die Alte Försterei jedoch weit entfernt. Von den 22.012 Plätzen sind lediglich die 3612 Plätze auf der Haupttribüne Sitzplätze. Wo das Play-off steigt, das für den 19. und 26. August terminiert und die letzte Hürde vor der Gruppenphase der Conference League ist, ist somit völlig offen.

Union Berlin wird die Uefa kontaktieren

„Das kommt ja nicht so überraschend, das es so ist. Es war ja klar, wenn wir das Spiel gegen Leipzig gewinnen, dann spielen wir in Europa. Und wenn wir in Europa spielen, dann müssen wir die Regeln, die in Europa herrschen, auch einhalten“, sagte Union-Präsident Zingler am Pfingstsonntag. Natürlich werde man „alles versuchen, unsere Spiele in der Alten Försterei stattfinden zu lassen. Wir werden Kontakt zur Uefa aufnehmen und uns auf die Suche nach Präzedenzfällen machen“, so er Klubchef weiter.

Auf der Suche nach einem Europapokal-tauglichen Stadion zieht Zingler aber auch einen Umzug ins Olympiastadion in Betracht. „Ich schließe gar nichts aus. Europa hat bisher nicht zu unserem Alltag gehört, jetzt werden wir uns damit beschäftigen und versuchen, die bestmögliche Lösung für den Verein zu finden. Unser allererstes Ziel ist es, in der Alten Försterei zu spielen. Wenn das nicht möglich ist, werden wir woanders spielen. Am Ende geht es darum, dass wir erfolgreich sind in diesem Wettbewerb. Und natürlich wollen wir das zu Hause sein“, erklärte Zingler.

Union Berlin will Spielort pragmatisch entscheiden

Die Lizenz für die Teilnahme am Europapokal hatte Union bereits im März beantragt und auch erhalten, zusammen mit den Lizenzen für die Bundesliga und auch die Zweite Liga. Schon in der vergangenen Spielzeit hatte Union diese drei Lizenzanträge gestellt, um für alle Fälle gewappnet zu sein.

„Ich glaube schon, dass die Uefa daran interessiert ist, wenn sie einen neuen Wettbewerb für kleinere Verbände und Vereine neu auflegt, dass sie dann die Teilnehmer aus dieser Kategorie nicht zwingt, ihr Stadion zu verlassen“, macht Zingler Hoffnung auf Europacup-Abende in der Alten Försterei.

Der Uefa werde man dies auch so „vortragen und versuchen, die Uefa davon zu überzeugen, dass das Sinn macht. Sonst macht der Wettbewerbe für kleinere Vereine, zu denen wir uns zählen, und kleinere Verbände keinen Sinn“, so Zingler weiter, der in Sachen Europacup-Spielort samt Zuschauermöglichkeiten „nicht ideologisch, sondern sehr pragmatisch“ entscheiden will.

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