Bei der Planung der o2 World Berlin war immer ein Ziel vorgegeben: Das Gebäude sollte eine moderne Multifunktionsarena werden, ein „Weltereignisraum“ für Events verschiedenster Art. Wie gut das gelungen ist, konnten Berliner und Gäste aus der ganzen Welt in den vergangenen fünf Jahren immer wieder anschaulich erleben. Das Programm war dabei von Anfang an so bunt und abwechslungsreich, wie man es in Berlin erwarten kann. Eishockey- und Basketballspiele wechseln sich ab mit Pop- und Rock-Konzerten, Opernaufführungen, Zirkusvorstellungen oder auch Filmpremieren und Boxkämpfen.

Sänger und Künstler wie Metallica, Coldplay, Paul McCartney, Elton John, Tina Turner, Leonard Cohen, The Black Eyed Peas, Madonna, Rammstein, Red Hot Chili Peppers oder Depeche Mode gaben sich in der blauen Arena die Klinke bzw. das Mikrofon in die Hand. „Bis auf wenige waren eigentlich alle Stars schon mal hier“, sagt Michael Hapka, Geschäftsführer der o2 World. Dazu kamen Sportgrößen wie Vitali Klitschko, Arthur Abraham und Dirk Nowitzki sowie Filmstars wie Will Smith. Außerdem war die o2 World 2009 Gastgeber der MTV European Music Awards und des deutschen Musikpreises ECHO.

Und auch wenn die Eisbären in ihrer Heimstätte etwa ein Viertel der gesamten Events bestreiten und die Eisfläche während der gesamten Saison auf dem Arenaboden liegen bleibt, „wurde hier vor fünf Jahren keine Sporthalle eröffnet“, betont Hapka, „in der man auch Musik spielen kann. Diese Arena ist in jeder Hinsicht auf die heutige Nutzung hin geplant und gebaut worden.“ Denn die Einrichtung der o2 World ist besonders flexibel: Das Eis zum Beispiel lässt sich innerhalb von zwei Stunden abdecken und die Arena so von einem Eishockeyfeld in einen Konzertsaal oder eine Opernbühne verwandeln. Freitags können Rockbands hier spielen, samstags die Eisbären auf Puckjagd gehen und sonntags kann eine Diva ihre Arien schmettern.

Das Problem bei einem solchen Terminplan sind natürlich die Umbauphasen, oft liegen zwischen zwei Veranstaltungen nur ein paar Stunden. Dieser Herausforderung stellten sich die Organisatoren der o2 World von Anfang an: Am Eröffnungswochenende vor fünf Jahren gab es in dem frisch fertiggestellten Neubau freitags eine Record-Release-Party mit Metallica, am Samstag ein Konzert mit Herbert Grönemeyer, gefolgt von einem Eishockeyspiel am Sonntag.

„Wir waren damals schon sehr aufgeregt, ob das alles reibungslos klappen würde“, erzählt Ole Hertel, Senior Director Events und von Anfang an Teil des o2-World-Teams. „Schon bei dem Metallica-Abend wurde es spannend: Der Einlass war für 18 Uhr geplant – doch die Band hatte den eigentlich kurzen Soundcheck zu einer kompletten Konzertprobe ausgedehnt und hörte nicht auf zu proben – und warf damit unseren Zeitplan über den Haufen. Am Ende mussten wir dann den Einlass von 17.000 ungeduldig wartenden Metallica-Fans innerhalb einer Stunde über die Bühne bringen – was zum Glück gut klappte.“

Ähnlich knapp war es auch am nächsten Abend, als Herbert Grönemeyer deutlich überzog, statt bis 23 Uhr spielte er weit bis nach Mitternacht. „Für die Fans war das super, uns aber fehlten wertvolle Stunden, um die Arena für das Eishockeyspiel am nächsten Tag umzubauen.“ Dazu gehört die mobile Stehplatztribüne, die aus knapp 8000 Einzelteilen besteht und für jedes Spiel montiert werden muss.

Aber auch dieser Umbau klappte pünktlich, und die Eisbären konnten bei ihrem ersten Spiel in ihrer neuen Arena einen phänomenalen Sieg erringen: Das Team gewann 11:0 gegen den Tabellenführer Augsburg. „Das war natürlich ein perfekter Start für das Team und eben auch für die neue Arena“, erzählt Hertel weiter. „Damit hatten wir schon das Gefühl, die erste Feuerprobe gut bestanden zu haben. Da wurde das folgende Konzert mit Coldplay fast schon zur Routine, obwohl es das erste Event mit einem Fremdveranstalter war.“

Inzwischen fanden seit der Eröffnung der o2 World Berlin 625 Veranstaltungen statt, es wurden 226 Bühnen aufgebaut, außerdem 133 mal das Eishockey-Spielfeld und 135 mal das Basketball-Setup. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Allein in den kommenden Monaten sind mehr als 130 Veranstaltungen geplant. Unter anderem Highlights wie die Konzerte von Fleetwood Mac, Peter Gabriel, Bruno Mars, Placebo oder Depeche Mode, aber auch Top-Events wie die Aida Night of the Proms, die Ice Age Live-Show und die Red Bulls Salute 2013. Außerdem natürlich spannende Basketball- und Eishockey-Spiele mit Alba Berlin bzw. den Eisbären.