Endlich haben die Ferien begonnen - doch für manch einen hat der Start der Ferien, die mit dem Schuljahresende beginnen, einen ziemlich bitteren Beigeschmack: die Zeugnisse werden verteilt.
Trostwaffeln
Aber nicht jeder Schüler freut sich über die umfangreiche Bewertung , schließlich gibt es ja nicht nur Einserkandidaten. Deswegen haben sich die Betreiber von „Wonder Waffel“ überlegt, mal nicht die guten Schüler zu belohnen, sondern die mit den schlechten Noten mit kleinen Geschenken aufzumuntern.
Bei einer sechs im Zeugnis bekommen diese eine Waffel oder einen Shake umsonst, während es bei einer fünf ein Eis und bei einer vier ein Special nach Zeugnisvorlage gibt.
Sorgentelefon
Für die Schüler, denen eine Waffel als Tröster nicht ausreicht, waren Experten der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft am „Sorgentelefon“ erreichbar. Lediglich fünf Anrufer riefen nach der Ausgabe der Zeugnisse an. Die Experten beantworteten am Mittwoch vor allem Fragen zum Übergang von der ersten in die zweite Sekundarstufe.
In den letzten Jahren habe die Zahl der Anrufer am Schulende immer weiter abgenommen, so Beate Stoffers, Pressesprecherin für Bildung. „Das ist eine positive Entwicklung und deutet auf viel Transparenz im Verhältnis von Eltern und Schulen hin“.
Zeugnisse für Brandenburger
Anders als bei den Halbjahreszeugnissen haben am Mittwoch alle Schüler an öffentlichen Schulen Brandenburgs vollständige Zeugnisse erhalten. Dies erklärte das Bildungsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Die Lehrkräfte hätten mit erheblicher Kraftanstrengung dazu beigetragen, „dass Unterricht nicht ausgefallen ist und damit Noten erteilt werden konnten“, sagte Bildungsminister Günter Baaske (SPD).
Im Januar hatten knapp 1500 Schüler in einzelnen Fächern keine Noten bekommen, weil zu viele Unterrichtsstunden ausgefallen waren. So fehlten unter anderem Noten in Religion, Sport, Physik, Musik und Biologie. Insgesamt fielen dadurch eine Viertelmillion Schulstunden im Schuljahr 2013/14 ersatzlos aus. Bei den Halbjahreszeugnissen im Vorjahr waren davon mehr als 3600 Schüler betroffen.


