Viele Geschäfte bieten Kostüme für den perfekten Hexen-, Gespenster- oder Vampir-Look an. Und jede Menge Schminke für ein Horror-Make-up. In der dunklen Jahreszeit gruselt es sich eben am schönsten. Auch beim Lesen, im Kino und vor dem Fernseher. Morgenpost-Jugendreporter haben viele Tipps für alle gesammelt, die sich gerne einen wohligen Schauer über den Rücken jagen lassen:

Kino-Tipp: Im Kino ist gerade der Film „Die Vampirschwestern 2 – Fledermäuse im Bauch“ zu sehen, die Fortsetzung einer Fantasy-Komödie aus dem Jahr 2012. Darin geht es um die beiden Vampirschwestern Dakaria und Silvania, die in den lang ersehnten Sommerferien endlich die Möglichkeit bekommen, mit ihren Freunden zu zelten. Als sie erfahren, dass die Band Krypton Krax auf Tour ist, wollen sie unbedingt zum Konzert. Der Vater der Schwestern verbietet es, da er im Streit mit dem Manager der Band ist. Dakaria geht trotzdem hin und damit nimmt das Unheil seinen Lauf . . . Auch wenn einige Szenen wie die Rettung im Zoo oder das Konzert durchaus sehenswert sind, ist der Film von Regisseur Wolfgang Groos insgesamt nur okay. Im Grunde ist er ein Abklatsch seines Vorgängers. Die ehemals scharfen Beißerchen der Schwestern wurden also leider entschärft (94 Minuten, FSK ab sechs Jahre). Übrigens: Wer den ersten Teil verpasst hat, kann sich den Film jetzt auch auf DVD ansehen.

Antonio Savov, Klasse 7f, Sekundarschule Wilmersdorf

Fantasy-Highlight: Wer gerne Fantasy-Romane liest, liegt mit „Mystic City“ richtig. Inzwischen gibt es bereits zwei Teile: Im ersten Band mit dem Titel „Das gefangene Herz“ von Theo Lawrence geht es um Aria Rose, Sprössling des größten Imperiums von New York, und um Hunter Brooks, den Rebellen.

Aria hat ihr Gedächtnis verloren, angeblich soll sie eine Überdosis Stic genommen haben, eine Droge, die aus mystischer Energie gewonnen wird. Mystische Energie ist die Magie der Magier, die in diesem Buch Mystiker heißen. Doch auch an diesen Vorfall kann sie sich nicht erinnern. Aria will sich erinnern, besonders an Thomas, ihren Verlobten, der laut ihren Eltern ihre große Liebe gewesen ist. Ihre Familien waren über Generationen zerstritten, doch ihre Beziehung soll die Fehde beendet haben. Aber wenn Aria Thomas ansieht, spürt sie kein Feuer, keine Leidenschaft, keine Liebe. Als sie dann auch noch von dem geheimnisvollen und unglaublich anziehenden Hunter gerettet wird und sich sofort zu ihm hingezogen fühlt, verstärken sich ihre Zweifel, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Sie begibt sich auf eine gefährliche Suche und stößt auf etwas, dass sie niemals erwartet hätte.

Mystic City

Das Buch liest sich zuerst wie eine Mischung aus „Die Rebellion der Maddie Freeman“ und „Cassia & Ky“. Etwas, das es momentan überall in verschiedenen Ausführungen in den Buchhandlungen gibt, seit „Die Tribute von Panem“ auf den Markt kamen. Doch nach den ersten 100 Seiten wird man in die Handlung hineingesogen, die Faszination für die Charaktere nimmt zu. Die Figuren in dem Buch sind nicht makellos, sie lügen und machen Fehler. Gerade das macht sie vielleicht so sympathisch.

Die Handlung ist alles in allem sehr interessant, vor allem abwechslungsreich, und sie hat sogar eine politische Ebene. Die Bösewichte sind nicht leicht zu erkennen; jeder ist jemand anders, als er vorgibt zu sein, und Aria scheint nicht einmal zu wissen, wer sie eigentlich ist. Theodore Lawrence’ Schreibstil ist schön und einfach, man kommt sehr gut in die Geschichte hinein. Erstaunlich ist auch, dass der (männliche) Autor sich sehr authentisch in ein junges Mädchen hineinversetzen und dessen Gefühle, Wünsche und Gedanken nachvollziehbar beschreiben kann.

Alles in allem ein beeindruckender Jugendroman; abwechslungsreich, romantisch und voller Emotionen. (Theo Lawrence: „Mystic City – Das gefangene Herz“, Ravensburger, 411 Seiten, 16,99 Euro. Ab 14 Jahren).

Emilie Mann, Jahrgang 11, Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, Pankow

Im TV: Passend zu Halloween laufen am Freitag im KiKA drei Folgen der Serie „Wolfblood – Verwandlung bei Vollmond“. Die Serie erzählt von Jugendlichen, die bei Vollmond zu Werwölfen werden. Beginn ist um 19.30 Uhr. Um 20.45 Uhr geht es um echte Tiere in der Doku „Wolfblood entschlüsselt“. Wölfe sind eigentlich nicht gruselig, sondern sehr spannend. Sie können zum Beispiel extrem gut hören und sehen. Vor allem nachts.

Halloween im Tierpark: Am Freitagnachmittag organisieren Tierpark-Mitarbeiter besondere Wanderungen. Außerdem gibt es Gesichtsbemalungen, Gespenstergeschichten, eine Gruseltour und ein Feuerwerk am Schloss Friedrichsfelde. Los geht es am Freitag um 15 Uhr (bis 19 Uhr), Einlass ist am Eingang Bärenschaufenster. Kinder, die kostümiert sind, haben freien Eintritt.

Museum für Naturkunde: Für die Gruselnacht des Jahres hat sich auch das Haus an der Invalidenstraße etwas einfallen lassen: In den Ausstellungen und Sammlungen kann man sich auf die Suche nach Monstern, Vampiren und anderen mythischen Geschöpfen machen. Außerdem gibt es Führungen mit und ohne Taschenlampen und viele Überraschungen in der Ausstellung. Dazu gehören beispielsweise eine Tombola und eine Schminkstation.

Halloween im Museum für Naturkunde findet am Freitagabend zwischen 18 und 24 Uhr statt. Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt acht Euro und mit Kostüm nur sechs Euro.