. . . und Action! Grell erstrahlt das Scheinwerferlicht, die Schauspieler schlüpfen in ihre Rollen, der Ton läuft. Eine Szene erwacht zum Leben und Kino entsteht. Auch wenn es uns gar nicht so schwer erscheint, selbst einen Film zu drehen, richtig professionell sieht er bei uns nie aus. Aber für Oma und Opa reicht es.

Doch wie werden eigentlich Kinofilme gedreht? Und wie schafft man es, dass der Schauspieler - sogar beim Fliegen oder während einer spannenden Verfolgungsjagd – immer klar und deutlich zu hören ist? Genau diese und viele andere Fragen werden derzeit in der Ausstellung „ . . . und Action!“ im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz beantwortet. An sieben Stationen rund um Film und Video können sich Kinder von vier bis 14 Jahren ausprobieren – als Bewerber in einem echten Casting, als Mini-Drehbuchautoren, die Filmstorys erfinden, oder als Cutter, die Szenen aneinander schneiden. Im Tonstudio arbeitet man als Synchronsprecher und versucht sich außerdem als Geräuschemacher. Schneegestöber oder Flügelgeflatter nachzumachen, ist gar nicht so einfach.

Am Ende dieser kleinen Abenteuerreise darf man wie ein großer Star, begleitet von Jubelgeschrei und Kamerablitzen, über den roten Teppich stolzieren. In diesem Raum wird man als „Nachwuchs-Star“ von Papp-Reportern und Fotografen belagert, gefilmt und fotografiert. Einer hält eine Filmkamera, und die Bilder erscheinen auf einem Fernseher außerhalb des Raums mit dem roten Teppich.

Die Casting-Station ist für alle interessant, denen es gefällt zu schauspielern. Dort kann man sich vor Ort dafür bewerben, in dem Film „Bibi & Tina“ mitzuspielen. Auch ein Quiz können Besucher machen, um zu erfahren, ob sie reif für Hollywood sind. Außerdem darf man kleine Filmszenen synchronisieren und noch vieles mehr ausprobieren. Das dürft Ihr nicht verpassen!

Die Ausstellung läuft bis zum 26. April 2015 in der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Potsdamer Straße 2, Mitte. Mehr Infos gibt es im Internet unter: „www.deutsche-kinemathek.de“.

„ One Direction“ aus Wachs

Das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds Berlin hat seit Kurzem eine neue Attraktion: die fünf Jungs der Boygroup One Direction. Zwei Schülerreporterinnen der Morgenpost konnten die Musiker schon morgens vor der Öffnung des Hauses sehen und beim Stylen helfen. Denn sie waren dabei, als Evelyne McCoy und Gerty Klimpel vom Porträt-Team den morgendlichen Check-Rundgang absolvierte. Dabei überprüfen die Spezialisten, ob die Figuren gut aussehen und nicht beschädigt sind. Im Fall der Fälle nehmen sie kleine Reparaturen vor, korrigieren auch schon mal den Sitz des Outfits. Hier der Bericht von Lilli und Alix:

„Durch den exklusiven Einblick haben wir erfahren, dass die Haare der Figuren echt sind und alle einzeln eingestochen werden – sogar die Barthaare werden per Hand eingestochen. Nicht die ganze Figur ist aus Wachs. Nur der Kopf besteht aus Wachs, der Rest ist aus Glasfaser-Material gemacht. Die Hautfarbe und das Make-up sind aus zwei bis zwölf verschiedenen Farben angerührt. Die Kleider der Figuren sind oft Spenden der Stars, manchmal werden sie nachgekauft. Manchmal bestellt sie Madame Tussauds auch bei den Schneidern der Porträtierten.

Die Menschen, die in Wachs nachgebildet werden, müssen beim Porträtieren immer in einer Position stehen bleiben – und das bis zu zwei Stunden lang. Nachdem wir Fotos mit den Jungs von One Direction gemacht haben, konnten wir uns auch noch den Rest der Sammlung ansehen. So sind wir noch in das nachgebaute Zimmer von Anne Frank gekommen, also des jüdischen Mädchens, das sich im Zweiten Weltkrieg versteckten musste, um den Nazis zu entkommen. Wenn man dort eine Tür geöffnet hat, konnten wir hören, wie es sich angehört hätte, wenn sie die Tür aufgemacht hätte.

Wir gingen weiter und zogen eine Sonnenbrille und einen Hut an, dann stellten uns neben Udo Lindenberg. Nachdem wir ein Foto davon gemacht hatten, gingen wir zu Angela Merkel und hielten eine Rede. Dann kamen wir zu Beethoven. Doch die Wachsfigur war nicht da, weil sie zu einer Ausstellung musste. Bei Beethoven spielten wir Klavier. Uns gefiel auch, dass wir einen IQ-Test bei Einstein machen konnten. Dann verkleideten wir uns als Marilyn Monroe und ließen das Kleid unter einem Windzug hochflattern. Wir kamen zu E. T. und fuhren mit ihm Fahrrad. Im Sportbereich war der große Dirk Nowitzki, er war etwa zwei Köpfe größer als wir (die Wachsfigur misst 2,13 Meter). Wir durften auch Fußball und Tennis mit Konsolen spielen.

Außerdem konnten man auch mit Günther Jauch „Wer wird Millionär?“ spielen. Nachdem wir an Michael Jackson vorbei gekommen sind, konnten wir den Moonwalk. Man kann auch bei Katy Perry und anderen Karaoke singen. Am Ende konnte sich noch jeder seine Wachshand machen lassen und wir bekamen das Bild von One Direction, das wir am Anfang hatten machen lassen.

Uns hat dieser Tag sehr gefallen und wir würden Madame Tussauds für einen tollen Ferientag empfehlen. Mehr Infos unter: „www.madametussauds.com“.

Emilia Heiling, Finn Polauke & Elena Straube, Klasse 5, Schule am Friedrichshain (Artikel über das Filmmuseum); Lilli Oelschläger & Alix Neumann, Klasse 6c, Grundschule auf dem Tempelhofer Feld (Madame Tussauds)