Was ist in puncto Ausgehen erlaubt, was ist in Ordnung? Um dem auf den Grund zu gehen, habe ich eine Umfrage unter Schülern verschiedener siebter bis zehnter Klassen gestartet. Die Ergebnisse fielen je nach Alter unterschiedlich aus.
So kam heraus, dass die Mehrheit der befragten Siebtklässler etwa bis 20 Uhr weggeht. Auf die Frage ob sie sich eine spätere Uhrzeit wünschten, antworteten die meisten, dass sie so zufrieden sind. Nicht allzu hohe Abweichungen sind wohl Wünsche, bis 22 Uhr draußen zu bleiben. Gedanken macht man sich jedoch über einige wenige Aussagen von Siebtklässlern wie: "Ich würde gerne erst um fünf Uhr nach Hause kommen."
Bei den befragten Achtklässlern werden schon leichte Unterschiede deutlich. Die meisten dürfen bis ungefähr 21 oder auch 22 Uhr ausgehen. Aber auch hier herrscht größtenteils Zufriedenheit, denn der Mehrheit reicht eine Frist bis 22 Uhr. Wie die meisten Siebtklässler sagten auch die Achtklässler, dass sie gern ins Kino gehen. Ein paar nannten als abendliche Ziele sogenannte Home-Partys. Ansonsten ist man auch gerne bei Freunden oder in Parks.
Bei den Neuntklässlern ergibt sich ein ähnliches Bild wie bei den Achtklässlern. Auch sie müssen in der Regel um 22 Uhr zu Hause sein. Bei ihnen gibt es aber schon etwas mehr Unzufriedenheit, was diese Uhrzeit betrifft. Rund eine Stunde länger als es ihnen durchschnittlich erlaubt ist, würden die meisten gern außer Haus bleiben. Unter den Neuntklässlern gibt es auch schon ein paar mehr, die öfter Partys besuchen.
Bei den Zehntklässlern machen sich die stärksten Veränderungen bemerkbar. Die meisten dürfen bis 23 Uhr ausgehen. Bei ihnen reichen die Angaben zur Uhrzeit, die ihnen die Eltern als Limit setzen, von 22 Uhr bis 5 Uhr.
Ist das alles okay? Dazu habe ich die Pädagogin Uta Pfeiffer interviewt. Für öffentliche Veranstaltungen – wie etwa Kinos oder Diskotheken – gibt es Regelungen. Wenn die Erziehungsberechtigten gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen, sei es für 16-Jährige schon in Ordnung, sich mal bis in die Nacht draußen aufzuhalten, sagt Pfeiffer. Natürlich ist das auch abhängig von der Reife des jeweiligen Schülers. Dabei geht es etwa darum, wie fähig ein Jugendlicher ist, heikle Situationen einzuschätzen.
Um Gefahren zu vermeiden, sollte man sich am besten in einer Gruppe befinden, rät die Pädagogin. Sie sollte aus mehreren Freunden bestehen, von denen man weiß, dass sie einen nicht im Stich lassen würden. Auch das Übernachten bei Freunden kann hilfreich sein, wenn man es dadurch vermeiden kann, alleine nach Hause gehen zu müssen. Wichtig ist außerdem ein Vertrauensverhältnis zwischen Kind und Eltern. Es sollte ihnen Bescheid geben, wo es sich aufhält und wann es zurückkommt. Außerdem sollte geklärt sein, wer einen im Notfall abholen kann.
Laura Metzger, Jahrgang 9, Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium, Prenzlauer Berg

