Manche Schüler leiden so sehr darunter, dass sie die Schule schwänzen oder sich in den schlimmsten Fällen sogar selber Leid zufügen.

Wir haben gemobbte Schüler interviewt. Die meisten haben uns berichtet, dass sie sich dabei schlecht fühlten und zu Hause viel weinen würden. Manche wurden wegen ihres Aussehens gemobbt, andere sagten, sie wären ausgeschlossen und beschimpft worden. Wir haben von einem Mädchen erfahren, wie es sich in einer Mobbing-Situation gefühlt hat: Durch die Trennung ihrer Eltern kam sie in eine neue Schule. Da sie zurückgezogen und sehr still war, wurde sie von der Klassengemeinschaft ausgeschlossen. Es wurden Gerüchte verbreitet und schlecht über sie geredet, da niemand wusste, was mit ihr los war. Das nahm sie sich sehr zu Herzen und schrieb in ihr Tagebuch, dass sie Selbstmordgedanken entwickelte. Als die Mutter die Veränderung bemerkte und ihre Tochter sich ihr nicht mehr anvertraute, guckte sie in ihr Tagebuch. Was sie da las, erschreckte sie. Daraufhin bestellte die Mutter die Polizei in die Schule. Die Polizeibeamten redeten mit den Schülern. Zwei Mitschülerinnen gingen später zu dem Mädchen, um sich zu entschuldigen. Daraufhin entspannte sich die Situation.

Kürzlich hatten wir in der Schule Besuch von der Kripo zum Thema Gewalt und Mobbing. Weil sich zwei Mitschüler nicht vorstellen konnten, wie es sich anfühlt, ausgeschlossen und gemobbt zu werden, stellten wir im "Spiel" eine solche Situation nach. Die beiden sollten die Klasse verlassen, wir anderen sprachen uns ab. Als die Zwei wieder reinkamen, sahen sie, dass wir in Gruppen zusammenstanden. Sie wollten sich zu uns stellen, doch wir ignorierten sie. Obwohl sie wussten, dass es nur ein "Spiel" war, waren sie betroffen und geschockt...

Tabea & Gloria , Kl. 6a, Ellef-Ringnes-Grundschule, Heiligensee