Eine Mitarbeiterin empfing uns am Eingang und begann mit uns den Rundgang bei den Pferdeboxen. Diese sind genauso groß wie die Boxen in einer Reitschule. Von den 60 Pferden sind 27 während des Programms im Einsatz. Zu den Rassen gehören Araber, Palomino und Friesen. Auch hat der Zirkus einen eigenen Hufschmied und einen Tierarzt.

Es sind alles sehr schöne Pferde. Das älteste Pferd ist 23 Jahre alt und das jüngste zwei Jahre.

Auf dem Freigelände gibt es viele Wohnwagen, Fahrzeuge, Zelte und Tiergehege. Es ist eine richtige kleine Stadt für sich. Hier leben 400 Menschen mit 250 Tieren zusammen. Nach unserem Eindruck haben hier alle eigentlich ein schönes Leben. Die schulpflichtigen Kinder können vormittags in eine eigene private Schule gehen. Die Schule ist klein und bietet von 8 bis 12 Uhr Unterricht. Hier haben die Kinder u. a. Deutsch als Zweitsprache. Ihre Lehrerin reist immer mit dem Zirkus mit.

Zerzi, eine der Schülerinnen, stellte sich unseren Fragen. Sie kommt aus Bulgarien. Da sie schon Deutsch gelernt hat, erzählt sie uns, dass sie im Zirkus ein schönes Leben hat und wie in einer normalen Schule lernt. Ihr Vater ist Zeltmeister und ihre Mutter Köchin. In der Küche wird jeweils für 180 Mitarbeiter gekocht. Der Koch kommt aus Belgien.

Nach dem Besuch in der Küche haben wir uns noch weitere Tiere angesehen: Die Kamele sind in einem riesigen Zelt, die Elefanten auf großem Freigelände und Löwen in einem freien Gehege. Alle Tiere hatten reichlich zu fressen und zu trinken. Auch genügend Bewegungsmöglichkeiten sahen wir. Die Löwen schlafen 17 Stunden am Tag, die Elefanten fressen eher 17 Stunden am Tag.

Zum Schluss sind wir noch in die Manege gegangen und haben den Pferden bei den Dressurübungen zugesehen. Es war sehr schön, die Pferde haben dem Mann ganz ruhig zugehört. Dann mussten wir leider wieder in die Schule. Ich hätte noch stundenlang dort bleiben können… Ozan Polat , Klasse 6.2 , Quentin-Blake-Europaschule, Zehlendorf